185 Autos in Gröbming

189 km Nachtprolog am Donnerstag, den 20. Juli mit 7 Sonderprüfungen, 590 km Tauernrunde am Freitag mit 12 Sonderprüfungen. Dann am Samstag das große Finale in Gröbming, wo der 1385 m lange Kurs durch die Marktgemeinde von Lichtschranken in drei Abschnitte zerlegt wird, deren Sektorenzeiten auf die Hundertstel einzuhalten sind.

Der Berg ruft
 

Am Anfang steht die Stoder-Bergprüfung auf den malerischen Hausberg von Gröbming. Wendeltreppenartig windet sich die schmale Asphaltstraße in die Felsregion hinauf. Die Autos der Epoche 1+2 (1924 -1934, 1935 – 1950) haben eine Sollzeit von 15 Minuten (34.1 km/h Schnitt) vorgeschrieben, die Epoche 3+4 Fahrzeuge (1951 – 1960, 1961  – 1972)  müssen mit 11 Minuten (46.5 km/h) deutlich schneller fahren.

Für die zweite SP (Stoder-bergab) sind 17 Minuten (Epoche 1+2), bzw. 12 Minuten (Epoche 3+4) vorgeschrieben.

Die erste Etappe des Nachtprologs läuft von Gröbming über 15.6 km nach Aich, darin sind zwei SP`s enthalten, wo zwischen geheim postierten Lichtschranken der 50 km/h Schnitt auf die Hundertstelsekunde überwacht wird.

Von Aich führt die 3. Etappe nach Bad Aussee, wo die Rallye von tausenden Zuschauern erwartet wird. Über den Koppenpass, Hallstatt, Pass Gschütt, Eben im Pongau nehmen die Teilnehmer in der Gegend von Altenmarkt eine SP über einen Bergrücken mit, inzwischen ist es Nacht geworden und die letzte SP ins Preunegg-Tal erfordert höchste Konzentration: die Straße ist schmal, kurvenreich, bergauf zählt Power und das Xenon-Licht war auch noch nicht erfunden. 

Der Zieleinlauf in Schladmig ab 20:31 Uhr ist jedes Jahr ein Volksfest mit einer einzigartigen Atmosphäre.

Der 12  Stunden-Tauern-Marathon

Freitag startet in Gröbming das erste Auto um 7:01 Uhr. Vom Start weg steigt die erste SP über den Mitterberg, dann wird auf dem Flugplatz Niederöblarn eine schnelle Runde mit einer vorgegebenen Sollzeit gefahren. Wenn der Konvoi die Königs-etappe über den Sölkpass unter die Räder nimmt, erhebt sich gerade die Sonne über das Gebirge und in den Cockpits rauchen die Köpfe, denn in der Kurvenorgie stehen drei SP`s nahtlos hintereinander gereiht im Roadbook.

Mit  145 km ist die Etappe Niederöblarn

auf die Nockalm die längste, 2 Stunden 55 Minuten sind als Fahrzeit vorgeschrieben.

Die Anfahrt auf die Nockalm zählt zu den schönsten Passagen der Ennstal-Classic, nach einer fast 20 km langen SP werden die Autos zum freien Genuss-Fahren entlassen, jede Minute die sie auf ihre Sollzeit herausfahren, können sie in der Zeitkontrolle Glockenhütte, in 2000 m Höhe, für ein schnelles Frühstück ein-tauschen. 

Von der Nockalm kurvt das Feld wieder in tiefere Regionen hinunter, die nächsten 89 km winden sich durch völlig verkehrsarme Gegenden in das mittelalterliche Murau. Von dort geht es nach Seckau, ein Ort den seine Abtei mit der romanischen Basilika berühmt machte. Gleichzeitig gilt Seckau, unweit des momentan stillgelegten Österreichringes, als eine Hochburg der steirischen Motorsportbegeisterung.

Leoben, mit 30.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt der «Grünen Mark», bereitet der Ennstal-Classic jedes Jahr einen riesigen Empfang.

Nächstes Etappenziel ist das ÖAMTC Fahrsicherzeits-Zentrum in Kalwang, wo eine 1 km lange Sonderprüfung gefahren wird. Nach weiteren 36 km wird das 700 Jahre alte Städtchen Rottenmann angepeilt, und danach erhöht sich der Stress: Auf der 98 km langen Etappe nach Spital am Pyhrn stehen drei schwierige SP`s auf dem Programm. Der 50er Schnitt wird zur Faust im Nacken.

Die barocke Stiftskirche in Spital am Pyhrn bildet eine zauberhafte Kulisse für die Oldtimer, die zwischen 18 und 21 Uhr erwartet werden.

Die letzten 50 km eines 12 Stunden langen Fahrtages bringen das Feld über den Pyhrnpass,  Liezen, Aigen, Irdning nach Moosheim, wo die letzte SP nach Gröbming hinauf gestartet wird, wo das erste Auto um 19:12 eintreffen muss.

Die Wertung ist einfach: für jede Hundertstel-Sekunde, um die eine Sollzeit in den 22 SP`s  verfehlt wird, gibt es einen Punkt. Je weniger Punkte desto besser.

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