Asphalttango statt Schneewalzer“

Alexy / Wagner gewinnen ADAC Taunus – Rallye, Klassensieg für Ruck / Ossenberg USINGEN (sfä) Der Wunsch auf eine Schneerallye ging zwar nicht in Erfüllung, doch auch ohne die weiße Pracht war die seit 1985 wieder durchgeführte ADAC Taunus – Rallye eine enorme Herausforderung für alle Teilnehmer. Wie im Vorjahr, beim erstmals durchgeführten Rallyesprint im Usinger Industriegebiet, gelang dem Rotenburger Carsten Alexy im Audi S 2 Quattro, diesmal mit Co Uwe Wagner aus Kassel, der Gesamtsieg.

Die Veranstaltergemeinschaft Taunus – Rallye, bestehend aus den ADAC bzw. AvD Ortsclubs Hochtaunus Automobilclub, Scuderia Wiesbaden, MSC Ehlhalten, Taunus – Racing- Team Weilrod – Riedelbach, Weiltal Automobilclub Erzhausen und Automobilclub Königstein, hatte sich mächtig ins Zeug gelegt, den 94 Teams, 73 in Wertung, aus dem gesamten Bundesgebiet auf den verschiedenen Prüfungen bei Niederlauken (WP 1, 4, 7), Heinzenberg (WP 2, 5) und dem Zuschauerrundkurs im Usinger Industriegebiet (WP 3 und 6) eine nahezu perfekte Rallye zu bieten. Vor dem „offiziellen Fahrerfeld“ starteten jedoch 20 Teams der Youngtimerwertung mit Fahrzeugen älterer Baujahre. Das mit ursprünglich 380 PS leistungsstärkste Auto war der Audi Quattro von Stefan Mesecke / Thomas Brugger aus Bad Homburg, die allerdings als Vorauswagen außer Wertung fuhren. Mit diesem Audi wurde Oliver Schnidtke aus Gifhorn 1986 hinter der Französin Michele Mouton auf Peugeot 205 Turbo 16 deutscher Vize- Rallyemeister.Das Team vom MSC Rockenberg hatte jedoch am Morgen mit Elektrikproblemen zu kämpfen und mußte die Besichtigungsrunde auslassen. Mit 80 PS weniger Leistung hatten die beiden dennoch ihren Spaß. Den hatte auch Udo Schwarz aus Hirzenhain bei Biedenkopf, der in den siebziger und achtziger Jahren einer der schnellsten Privatfahrer war. Beifahrer Paul Bender aus Netphen war kurzfristig für den erkrankten Ralf Trömer aus Hungen – Langd eingesprungen, mit Erfolg. Auf ihrem Porsche 911 2.0 gewannen die beiden die Youngtimerwertung und wurden Gesamtfünfte. Bestes heimisches Team bei den Youngtimern wurden Andreas Kramer / Philip Tiefenbach (Weilrod / Trebur) vom Taunus – Racing – Team, die mit ihrem Opel Manta Platz zwei in der Klasse Y 27 hinter ihren Markenkollegen Heinz – Robert und Martin Jansen vom MSC Wahlscheid belegten und 17. im Gesamt wurden. Das Maß der Dinge im „normalen Feld“ waren jedoch Carsten Alexy / Uwe Wagner (Rotenburg / Kassel) vom MSC Braach. Mit ihrem Audi Quattro S 2 von Huth – Motorsport aus Gelnhausen – Linsengericht markierten die beiden auf allen Prüfungen die Bestzeit und gewannen vor Ronny Amm / Rene Tönn ( Frauenwald / Eisenach) vom ADAC Hessen – Thüringen im Mitsubishi Lancer Evo 6 mit 39 Sekunden Vorsprung. Udo Schiffmann / Sndro Mateijka im BMW M3 (Weilmünster / Veitshöchheim) verloren den schon fast sicheren zweiten Gesamtrang in WP 7 durch einen Dreher und wurden somit Gesamtdritte( +55 Sekunden). Kay Ruck / Dirk Ossenberg (Weilmünster / Koblenz) vom Taunus – Racing – Team fehlten zu Rang drei nur eine Sekunde. Der Sieg in der Klasse F 12, bis 1600 ccm, im Golf GTI wurde jedoch gebührend gefeiert. „Das war ein perfekter Saisonstart“, äußerte sich Dirk Klemund aus Hungen – Villingen, der gemeinsam mit Co Markus Zimmermann aus Weilrod für das Taunus – Racing – Team genannt hatte. Mit dem Ford Escort Cosworth wurden die beiden Gesamtachte. Auszug aus der Ergebnisliste im Gesamt
1.Carsten Alexy / Uwe Wagner, Audi S2 Quattro, 1163 Sekunden
2.Ronny Amm / Rene Tönn, Mitsubishi Lancer Evo 6, 1202
3.Udo Schiffmann /Sandro Mateijka, BMW M3, 1218
4.Kay Ruck / Dirk Ossenberg, Golf GTI, 1219
5.Udo Schwarz / Paul Bender, Porsche 911 2.0, 1234
6.Andreas Schüttler / Andre Weber, Opel Kadett GSI 16V, 1242
7.Winny Ranft / Carsten Rooch, Toyota Celica GT, 1243
8.Dirk Klemund / Markus Zimmermann, Ford Escort Cosworth, 1246
9.Heinz – Robert und Martin Jansen, Opel Manta B, 1249
10.Jochen Hirsch / Gerd Hippen, Ford Escort Cosworth, 1260
17. Andreas Kramer / Philip Tiefenbach, Opel Manta, 1282

Splitter
Recht motorsportfreundlich präsentierte sich der Hessische Rundfunk mit einem Kamerateam, das unter anderem auf dem Rundkurs in Usingen drehte. Gesendet wurde der Beitrag noch am selben Abend im dritten Programm

„Warnung! Motorsport kann gefährlich sein“.
„Die Kuh frißt Gras, nicht Glas! Flaschen bitte nicht in die Landschaft werfen!“
Gelesen in der Zuschauerinfo

Der Quattro von Olaf Altenheimer wurde erst in der Nacht vor dem Rallyestart fertig und hatte vor dem Start zur WP 3 exakt 133 Kilometer auf dem Tacho. Auch so kann man einen Motor einfahren….Papa Rainer, deutscher Rallyemeister 1975 auf Porsche, verfolgte das Geschehen vom Sohnemann als Zuschauer
Text : Heiko Schäfer     

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