Audi 200 Quattro

Eines der bekanntesten allradbetriebenen Fahrzeuge der oberen Mittelklasse namens Audi 200 Quattro erlangte innerhalb der 200er-Baureihe erst im Laufe der Zeit seinen auf alle vier Räder wirkenden Antrieb.
Der Audi 200, der von Ende 1979 bis Mitte 1991 produziert wurde, basierte auf dem Audi 100, unterschied sich jedoch von diesem durch eine hochwertigere Ausstattung sowie eine größere Motorisierung.
Während vom Audi 200 C2 der ersten Baureihe (Typ 43) keine Allrad-Variante existierte, brachte der Audi-Konzern im Juni 1983 den neuen Audi 200 C3 (Typ 44) auf den Markt. Dieser wurde sodann auch als “permanenter Allradler“ mit Fünfgang-Schaltgetriebe angeboten: Der 200 Quattro war geboren.
Wie auch seine nur über Vorderradantrieb verfügenden Baureihen-Kollegen galt der Audi 200 Quattro in Sachen Aerodynamik, Innenausstattung, Qualität und Leistung als das Maß aller Dinge.
Das Spitzenmodell dieser Baureihe war der 1989 erschienene Audi 200 Quattro 20 V. Er verfügte über fünf turbogeladene Zylinder mit je vier Ventilen und insgesamt 2,2 Liter Hubraum bei einer Leistung von 220 PS, die ihm eine Spitzengeschwindigkeit von 242 Kilometer pro Stunde (von 0 auf 100 km/h in 6,6 Sekunden) erlaubten und ihn somit zu einer der schnellsten Serienlimousinen seiner Zeit machten.
Den auch als Kombi erhältlichen Audi 200 Quattro gab es zudem mit dem gleichen Motor, der allerdings nur zwei Ventile pro Zylinder enthielt und damit 200 PS leistete.

Ruhm und Ehre des Audi 200 Quattro

Auch der erste seit den 1930er-Jahren von Audi entwickelte Werksrennwagen für Rundstrecken basierte auf diesem Modell und trug den Titel Audi 200 Quattro Trans-Am, mit dem der Konzern in den USA trotz diverser reglementbedingter Änderungen zu den führenden Rennställen innerhalb der Trans-Am-Serie zählte. Zahlreiche Rennsiege sowie der Konstrukteurs- und Fahrertitel konnten mit dem Audi 200 Quattro Trans-Am eingeheimst werden.
(Zur nächsten Saison im Jahre 1989 wurde dann sowohl der Allradantrieb als auch der Einsatz von nicht in Amerika entwickelten Motoren seitens der Trans-Am-Veranstalter verboten.)

Der Audi 200 Quattro, der (zumindest vom Namen her) weder ein Vorgänger- noch ein Nachfolgermodell hatte, galt zudem in den 80ern als ein umtriebiger Fernseh- und Kinostar.
So diente er unter anderem als das Fahrzeug von “Doktor Brinkmann“ aus der “Schwarzwaldklinik“. 1987 durfte er gar im James-Bond-Film “Der Hauch des Todes“ beweisen, was unter seiner Haube steckt.