Audi 80 B1

Der erste Audi 80 – genauer der Audi 80 B1 – kam Mitte des Jahres 1972 als Nachfolger des Audi F103 auf den Markt. Mit diesem Fahrzeug eroberte die Audi NSU Auto Union AG – so die damalige Unternehmensbezeichnung – den Mittelklassemarkt. Der Audi 80 wurde in den ersten Jahren nur als Zweitürer und Viertürer-Limousine gebaut. Der fast baugleiche damalige VW-Passat wurde aber auch als Kombi ausgeliefert. Auch im Scirocco und Golf der 1970er Jahre wurden Audi 80-Motoren eingebaut.

Mitte des Jahres 1978 kam die zweite Generation, der Audi 80 B2, auf den Markt. Er wurde sowohl als Coupé als auch als Quattro produziert und war sowohl mit Vier- respektive Fünfzylinder- als auch mit Dieselmotor erhältlich. Gegenüber dem Audi 80 B1 besaß er eine größere Karosserie, die Motorisierung hingegen blieb dieselbe. Bereits im Jahr 1979 wurde er als Audi 4000 auch in den USA verkauft. Insgesamt wurde er in einer Vielzahl von Ausstattungsvarianten produziert.

Im Sommer 1986 brachte die im Jahr zuvor umbenannte Audi AG das nächste Modell auf den Markt, den Audi 80 B3. Er war das erste Modell, welches mit einer vollverzinkten Karosserie ausgestattet wurde. Im Sommer 1991, kurz vor dem nächsten Modellwechsel, wurde das Audi Cabriolet auf den Markt gebracht, welches auf dem B3 basierte.

Das Nachfolgemodell, B4, wurde von 1991 bis 1994 produziert. Dieser war nun auch mit einem Sechszylinder-Motor erhältlich. Dieses Modell wurde mit einer neuen Motorhaube ausgestattet und bot zugleich einen größeren Kofferraum mit einem ebenen Laderaumboden. Dies wurde durch den Einbau einer Verbundlenkerachse erreicht, welche aber auch einen größeren Radstand erforderte. Der Audi 80 B4 ist deshalb 8 cm länger als der B3.

Fahrzeuge des Modelljahrganges 1993 respektive 1994 verfügten unter anderem über einen serienmäßigen Airbag, über ein serienmäßiges Antiblockiersystem, über 15-Zoll-Räder und eine geänderte Klimaautomatik.

Sportliche Erfolge erzielte das Unternehmen unter anderem mit dem Audi 80 quattro Supertourismo, mit welchem im Jahr 1993 die französische Tourenwagenmeisterschaft gewonnen wurde, und mit dem Audi 80 quattro Competition, der 1994 bei der italienischen Tourenwagenmeisterschaft ebenfalls den ersten Platz belegte.

Nachfolger des Audi 80 ist der Audi A4, der 1994 auf den Markt kam und zwischenzeitlich zu den beliebtesten Mittelklassewagen des VW-Konzerns avancierte. Dieser wird auch heute noch in einer erneuerten Modellvariante in Ingolstadt und Neckarsulm produziert.