Chrysler

Der Automobilhersteller Chrysler Group LLC aus den Vereinigten Staaten wurde als Chrysler Motor Corporation mit Sitz in der Stadt Auburn Hills in Michigan am 06. Juni 1925 gegründet. Der zunächst als stellvertretende Chef von General Motors tätige Walter P. Chrysler wechselte 1921 zur Maxwell Motor Company. Die Herstellung der Chalmers-Modelle wurde 1923 eingestellt und bereits ein Jahr später wurde der Six auf den Markt gebracht. Nach Übernahme der Maxwell Motor Company 1925 und der Dodge Brothers Inc. drei Jahre später wurde die Chrysler Motor Corporation der größte Automobilbauer der Vereinigten Staaten. Zu dieser Zeit wurden die Marken Chrysler, Imperial, Plymouth, Dodge und DeSoto produziert.

Mit dem Ende der fünfziger Jahre begann man seinen Einfluss auch auf europäische Staaten auszuweiten. So wurden Anteile an dem französischen Unternehmen Simca, die Mehrheit von Barreiros Diesel SA – einem LKW-Hersteller aus Spanien – erworben und die britische Rootes-Gruppe übernommen. Aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten wurden diese Anteile aus Europa jedoch im Jahr 1978 an Peugeot veräußert. Nachdem der Autobauer im Jahr 1979 vor dem Konkurs stand, erhielt das Unternehmen Bürgschaften von der US-Bundesregierung und konnte mit den K-Cars Anfang der Achtziger Jahre wieder Erfolge verbuchen.

Mit dem Voyager im Jahr 1984 begründete die Firma u.a. den Markt der Minivans. Mit dem Erwerb der American Motors Corporation im Jahr 1987, ging der Jeep auf das Unternehmen über. 1998 schloss sich das Unternehmen außerdem mit Daimler-Benz zur DaimlerChrysler AG zusammen, diese Zusammenarbeit endete jedoch 2007 wieder. Im Jahr 2008 beantragte man erneut Hilfe von der Regierung, da das Unternehmen aufgrund der Wirtschaftskrise in Schwierigkeiten geraten war. Das Unternehmen Fiat stieg mit bei Chrysler ein und die Marken Chrysler und Lancia wurden zusammengelegt. Seit dem Jahr 2012 konnte der Absatz des Unternehmens wieder deutlich gesteigert werden. Chrysler beschäftigt heute etwa 55.600 Mitarbeiter.