Citroen DS

Mit der Citroen DS entwickelte der französische Autokonzern Citroen im Jahr 1955 eines der spektakulärsten Autos seiner Zeit. Aussehen, Karosserieaufbau und Technik waren wegweisend. Einzigartig war zum Beispiel die hydropneumatische Federung für alle vier Räder. Damit konnte der Bodenabstand der stromlinienförmigen Limousine variiert werden. Beim Parken senkte sich das Auto ab beim Anlassen hob es sich um mehrere Zentimeter an. Je nach Bodenbeschaffenheit konnte der Fahrer den Bodenabstand erhöhen, eine Technik, für die Rolls Royce und Mercedes-Benz Lizenzen erwarben. Auch viele andere technische Feinheiten waren ihrer Zeit weit voraus, zum Beispiel (später) das mitlenkende Fernlicht und die Radbefestigung mit einer einzelnen Zentralschraube, die leichtes Reifenwechseln ermöglichte.

Die Citroen DS wurde von 1955 bis 1975 in verschiedenen Modellen gebaut, als Limousine und in verschiedenen Kombi-Varianten, als Cabrio oder mit Schiebedach. Auch als Krankenwagen wurde die  DS verwendet, einige Modelle wurden zu größeren Lieferwagen umgebaut.

Die Serienbezeichnung DS klingt im Französischen genauso wie „la déesse“, die Göttin. Mit dieser Namensgleichheit spielte Citroen über die Jahre hinweg. Eine Luxusvariante der DS hieß zum Beispiel Pallas, wie eine griechische Göttin. Die „Göttin“ wurde schnell zum Kultfahrzeug, das vor allem als Auto für Nonkonformisten galt. Zum legendären Ruf der „Göttin“ trug die Rolle bei, die sie bei einem Anschlag auf den damaligen französischen Präsidenten Charles de Gaulle spielte: Während des Attentats im August 1962 wurde einer der Hinterreifen zerschossen. Der Wagen konnte das jedoch ausgleichen und trotzdem weiterfahren, wodurch der Präsident aus dem Gefahrenbereich fliehen konnte. Die gesellschaftliche Bedeutung der DS war so groß, dass sie sogar in mehreren Filmen mitspielte. Im Film „Der Japaner und die Göttin“, der im Jahr 2000 gedreht wurde, ist sie sogar Titelmotiv. Dieser Wagen sei „offenkundig vom Himmel gefallen“, schrieb der Philosoph Roland Barthes. Ruhm und Kultstatus der „Göttin“ sind auch heute nicht vergessen: Im Jahr 2005 trafen sich Fahrer von 1600 Citroen DS in Paris.