DAF

Hub van Doorne, ein niederländischer Unternehmer, gründete im Jahre 1928 in Eindhoven die Hub van Doorne, Machinefabriek en Reparatieinrichting. Zu dieser Zeit wurden hauptsächlich diverse Schmiederbeiten und Schweißarbeiten für die einheimische Binnenschifffahrt und die N.V. Philips’ Gloeilampenfabrieken gefertigt.

Die Weltwirtschaftskrise machte auch vor diesem Unternehmen nicht halt, an welchem sich mittlerweile auch Wim van Doorne, der jüngere Bruder Hub van Doorne, beteiligte. Im Jahre 1932 erfolgte die Umfirmierung von der Kommanditgesellschaft zur Aktiengesellschaft und die Umbenennung des Unternehmens in Van Doorne’s Aanhangwagenfabriek N.V. – die Marke DAF war geboren.

Das Hauptaugenmerk der Firma lag nunmehr auf schwer belastbaren Lkw-Anhängern. Der DAF-Losser war im Jahre 1936 einer der seinerzeit ersten Container-Sattelauflieger weltweit. Während des Zweiten Weltkrieges kamen selbst entwickelte Zugfahrzeuge für das Militär in Form von schweren Artillerieschleppern hinzu. Im Jahre 1948 dann wurde der Name auf Van Doorne’s Automobiel Fabriek N.V. geändert.

DAF vergrößerte die Produktpalette im Jahre 1949. Seither wurden Lastwagen in Eigenregie entwickelt und produziert. Die zunächst vom Hersteller Leyland hierfür genutzten Motoren wurden später gegen selbst entwickelte Triebwerke ersetzt.

1958 entwickelte DAF seinen ersten Pkw. Der 600 ging ab dem Jahre 1959 in Produktion. Diesen zeichnete insbesondere das Variomatic-Getriebe aus, womit DAF einen Meilenstein in der Antriebstechnologie setzte.

Im Jahre 1975 wurde die Pkw-Sparte von DAF an Volvo verkauft. Volvo stellte sodann den DAF 77 inklusive Variomatic-Getriebe her, welcher dann aber als Volvo 340 vermarktet wurde. Die Produktion verblieb aber dennoch in den Niederlanden.

Die Lkw-Sparte wurde im Jahre 1996 zwar auch übernommen. Jedoch wird die Marke DAF weiterhin durch den amerikanischen Konzern Paccar genutzt und vermarktet.