De Tomaso

Die italienische Automarke De Tomaso wurde im Jahr 1959 als Tuningwerkstatt in der italienischen Stadt Modena vom argentinischen Staatsbürger Alejandro de Tomaso gegründet. Das erste Fahrzeug von De Tomaso, der Straßensportwagen Vallelunga, entstand im Jahr 1965 als Konsequenz aus der bisherigen Tuningtätigkeit und dem erfolglosen Versuch, eigene Rennwagen für etablierte Rennserien wie die Formel 1 zu bauen. Fortan konzentrierte sich De Tomaso auf das Produktsegment der Straßensportwagen und brachte in der Folgezeit mit dem Mangusta ein über 300 PS starkes V8-Gefährt mit einer aufsehenerregenden, windschnittigen Karosserie heraus. Rund 400 Exemplare dieses Fahrzeugs wurden bis 1968 produziert.

Seinen größten Erfolg feierte man mit dem legendären Modell Pantera, das in einem für Automobile ungewöhnlich langen Zeitraum von 1971 bis 1993 gefertigt wurde. Vor allem in den USA erfreute sich der Sportwagen, der in mehreren Varianten, unter anderem auch als Coupé, gebaut wurde, großer Beliebtheit. Mangelnde Modellpflege führte in den 70er Jahren jedoch dazu, dass die Absatzzahlen der gefertigten Modelle, darunter inzwischen auch die viersitzige Luxuslimousine Deauville, immer mehr zurückgingen. Grund hierfür war der Fokus Alejandro de Tomasos auf die Übernahme anderer Unternehmen wie Moto Guzzi oder Maserati. Wegen finanzieller Probleme sah er sich jedoch gezwungen, alle Beteiligungen nach und nach wieder zu verkaufen.

Ende der 90er Jahre versuchte De Tomaso mit den Sportwagen Qvale Mangusta und Guarà erfolglos, wieder Fuß im Automobilmarkt zu fassen. Auch eine Studie für einen neuen Pantera aus dem Jahr 2003, in dem auch Firmengründer Alejandro de Tomaso starb, kam nie über das Modellstadium hinaus. Nachdem im Jahr 2004 der letzte Guarà gebaut wurde, ging das Unternehmen 2006 in Konkurs. 2009 gingen die Nutzungsrecht an der Marke De Tomaso schließlich auf das italienische Unternehmen IAI über, das seitdem unter „de Tomaso Automobili S.p.A.“ firmiert und Limousinen sowie Sport- und Geländewagen produziert.