Delahaye

Der Unternehmer Émile Delahaye führte bereits ein Unternehmen, welches sich mit dem Bau von Eisenbahnwagen, Maschinen und Motoren beschäftigte, als ihn die ersten Automobile zu faszinieren begannen. Also gründete er 1894 einen weiteren Betrieb, in dem er Automobile nach Art des Benz-Motorwagens fertigte.

1896 unternahm er einen Abstecher in den Rennsport. Als die erhofften Siege ausblieben, stellte er die Beteiligung am Rennsport im Jahre 1902 wieder ein.

1898 schloss sich Delahaye mit Morane und Léon Desmarais zusammen. Die Werkstatt wurde nach Paris verlegt. Dort errichtete die Société des Automobiles Delahaye im Jahre 1901 eine Fabrik zur Herstellung von Personen- und Lastkraftwagen und Omnibussen sowie zur Ausrüstung von Feuerwehrfahrzeugen. 1902 übergab Delahaye die Zügel an seinen Chefkonstrukteur Charles Weiffenbach. Dieser beschloss 1927 die Gründung eines Konsortiums mit Chenard & Walcker sowie UNIC und Donnet-Zedel, welches sich aber bereits 1932 wieder auflöste.

In den 1930er Jahren zeichnete sich Delahaye durch exklusive Luxuskarosserien aus. Auch im Rennsport wurde sich wieder beteiligt, was sowohl einen neuen Weltrekord als auch einen Sieg bei der Rallye Monte Carlo im Jahre 1937 mit sich brachte. 1935 begann eine Zusammenarbeit mit Delage, welche in einer Fusion der beiden Unternehmen endete und neue Kundschaft in der oberen Preisklasse bedeutete.

Der Zweite Weltkrieg verursachte den Zusammenschluss von Delahaye mit UNIC, Simca und Bernard & Laffly zur Groupe Français de l’Automobil (GFA). Hier wurden zunächst nur mittelschwere Lastwagen produziert. Die Automobilproduktion wurde nach Kriegsende aber wieder aufgenommen. Anfang der 1950er Jahre ließ der Absatz auf dem Markt so stark nach, dass Delahaye im Jahre 1954 von Hotchkiss übernommen wurde.

Diese legten die Pkw-Produktion sofort still und brachten kurze Zeit später lediglich Lastkraftwagen unter der Marke Hotchkiss-Delahaye auf den Markt. 1956 entfiel auch das Delahaye aus dem Markennamen, was das endgültige Ende der Marke bedeutete.