Die Rheinhessen-Rallye 2012

Die Rheinhessen-Rallye 2012

Seit 1999 wird die Rheinhessen-Rallye für klassische Sportwagen in der lieblichen, vom Weinbau geprägten Landschaft zwischen Mainz (Start) und Oppenheim (Ziel) ausgetragen. Wie sich das für eine Oldtimer-Rallye gehört, steht dabei der sportliche Wettkampf nicht im Vordergrund, die Streckenfindung, einige Geschicklichkeitsprüfungen und ein Gleichmäßigkeitsfahren stellen aber schon einige Anforderungen an die Fahrerinnen und Fahrer mit ihren Beifahrern.
Nur vier der 69 gemeldeten Teams hatten abgesagt, so dass am Samstagmorgen 65 Sportwagenklassiker in Mainz auf die Strecke gingen. Dass die Streckenführung nicht ganz anspruchslos war, erfreute vor allem die Bürger des Örtchens Ebersheim, denn der Tross der blitzblanken Oldies kurvte einige Male durch die Straßen, bevor alle Teams die „stillen Wächter“ und den richtigen Weg gefunden hatten.
Besondere Hingucker im Teilnehmerfeld der diesjährigen Rheinhessenwaren der strahlend blaue Chevrolet Corvette Convertible, Baujahr 1964, von Pilot Michael Krause und Beifahrerin Martina Schindek, der Daimler 250 V8, Baujahr 1968, mit Philipp Alexander und Michel Hemig und die beiden Austin Healy Sprite in knallrot (1960) mit Eleonore Kurz und Lieselotte Klemz an Bord, sowie in knallgelb (1958) mit Werner Groh und Marcel Deggau, die ihren „Frosch“ am Ende auf Platz vier steuerten. Aber das ist natürlich Geschmacksache. Jedes der 65 Oldiemodelle hat seinen ganz eigenen Charme, seien es die Mercedes Cabrios, die Porsches, Triumpf, BMW, Jaguar oder ein Ferrari 308 GT 4. Auch drei VW Käfer, ein Opel Commodore GS und ein wunderschönes, metallicblaues Citroen DS Cabrio durften teilnehmen, obwohl sie nicht direkt unter die Kategorie Sportwagen fallen.
Ältestes Fahrzeug unter den Sportwagenveteranen war in diesem Jahr der Mercedes-Benz 190 SL, Baujahr 1956, mit Kurt Schupp am Steuer und Iris Müller-Schulte als Kopilotin. Die beiden fuhren das edle Cabrio am Ende auf Platz 52.
Last but not least sollen auch die Erstplatzierten noch erwähnt werden, obwohl der sportliche Wettbewerb bei dieser schönen Ausfahrt, wie eingangs schon erwähnt, eher zum Beiwerk zählt. Platz eins belegten mit nur 119,30 Strafpunkten Reinhold Redig und Andreas Schwalle in einem BMW 3.0 CS, Baujahr 1973. Platz zwei ging mit 127,60 Strafpunkten an Patrick und Leonhard Diemer im Alfa Romeo 1600 Giulia Sprint, Baujahr 1962. Den dritten Treppchenplatz sicherten sich mit 162,67 Strafpunkten Udo Hülsmann und Holger Pfeifer im Volvo P 1800 S, Baujahr 1967.
Wie in jedem Jahr hat das Team des Rheinhessen-Rallye Vereins auch 2012 eine landschaftlich wunderschöne Strecke durch das rheinhessische Weinbaugebiet ausgesucht und auch das Rahmenprogramm mit viel Liebe gestaltet. Alle Teilnehmer, die nach gut 200 Kilometern Fahrstrecke das Ziel in Oppenheim erreichten, werden sicher versuchen, auch im nächsten Jahr wieder dabei zu sein, wenn es heißt: „Strecke frei zur Rheinhessen-Rallye!“
  

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