DKW

Der Name der Firma DKW geht zurück auf den Dampfkraftwagen, den die Gründer Rasmussen und Ernst im Verlauf des Ersten Weltkriegs den deutschen Behörden anboten. Die beiden Firmengründer hatten bereits vorher einen allgemeinen Handel begründet; die Kriegsereignisse jedoch ließen die Geschäfte in Richtung der militärischen Verwendbarkeit verlaufen.

Nach der deutschen Niederlage ergab sich zunächst lediglich die Möglichkeit, Kinderspielzeug herzustellen: Des Knaben Wunsch (ebenfalls „DKW“) war eine verkleinerte Dampfmaschine für Kinder, die 1921 auf den Markt gebracht wurde und einen gewissen Absatz in gehobenen Kreisen fand.

Der Durchbruch erfolgte dann im tragischen Jahr 1939. Die Firma brachte das Motorrad RT 125 zur Serienreife. Seine hohe Geschwindigkeit sowie die enorme Wendigkeit machten das Zweirad zu einem Objekt der Begierde der deutschen Wehrmacht, die bald ihre Divisionen damit ausrüstete und die Firma wurde zu einem kriegswichtigen Betrieb.

Nach dem verlorenen Krieg, – der Firmensitz lag in Zschopau, – ging man in der DDR recht schnell in verschiedenen Kombinaten auf, die vorrangig den Trabant und den Wartburg herstellten; die Vorgaben der Sowjetunion führten zu einer Einstellung eigener Produktreihen.

Einige Erben hatten indes die Flucht in den Westen gewagt und gründeten dort die Auto Union mit Sitz in Ingolstadt. Hier wurden auch zahlreiche Kleinwagen hergestellt, die durchaus einen guten Ruf hatten, allerdings nicht mit den großen Marken in Konkurrenz treten konnten. Vor allem aber wurden nach wie vor Motorräder hergestellt.

Die Auto Union wurde von Daimler mehrheitlich übernommen, so dass DKW heute nicht mehr als Firma verzeichnet ist. Vor allem als Hersteller einzigartiger Motorräder wird die Marke indes noch lange in den Köpfen der Menschen existieren.