Dr. Helmut Marko bei der Ennstal-Classic: Ein Le Mans-Sieger fährt einen Le Mans-Sieger.

Am 12. März 1969 enthüllte Porsche den 917. Ferdinand Piech wollte mit 4,5 Liter Hubraum und zwölf Zylindern, aus denen sich zunächst 580 PS schöpfen ließen, Porsche auf Gesamtsiege umpolen. Die Rolle des Davids, der dem Goliath ständig ein blaues Auge haut, war ihm zu wenig.

Nach einer abenteuerlichen Pionierzeit, in der die Aerodynamik das Auto eher zum Fliegen tendieren ließ, und kein Werks-Fahrer für den «weißen Riesen» Testpilot spielen wollte, ging die Rechnung im Jahre 1970 auf. Zuerst gewann der 917 unter Rodriguez/Kinnunen und Siffert/Redman die 24 Stunden von Daytona. Und Dick Attwood/Hans Herrmann, die personifizierte Langstrecken-Intelligenz, holte den so lange herbeigesehnten Le Mans-Sieg.

Der 917 K, den Porsche-Museumsdirektor Klaus Bischof nach Gröbming bringt, ist das Herrmann/Attwood Siegerauto von Le Mans 1970.

Das Auto wird von jenem Mann im TAG Heuer Grand Prix der Ennstal-Classic demonstriert, der auf einem Porsche 917 im Jahr danach in Le Mans Gesamtsieger wurde: Dr. Helmut Marko, der heute für das weltweite Red Bull Nachwuchsfahrer-Programm verantwortlich ist. Erinnert sich der Grazer: «Als ich 1971 ins Rennen ging, war ich  28 Jahre alt, als ich ausgestiegen bin, war ich 32, denn in Le Mans alterst du während 24 Stunden um mindestens vier Jahre…»

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