Fahren wie Gott durch Franken

Auch am diesjährigen Pfingstwochenende zeigt sich Franken für Oldtimer-Liebhaber wieder von seiner schönsten Seite. „Automobile Schönheiten, traumhafte Landschaften und malerische Ort-schaften ganz nah erleben“, dieser Gedanke steht hinter der 6. Sachs Franken Classic. Vom 13. bis zum 15. Mai 2005 steht das bekannte Staatsbad Bad Kissingen im Mittelpunkt der deutschen Rallyeszene für historische Automobile. An zwei Rallyetagen geht es 500 km durch ausgewählte Kultur- und Naturlandschaften von Rhön, Spessart und Fränkischem Weinland. Die Rallye wird als historische Wertungsfahrt ausgetragen. Um den unterschiedlichen Ansprüchen der Teilnehmer ge-recht zu werden, wird es zusätzlich eine Sonder-wertung „Gleichmäßigkeit“ geben. Schirmherr dieser Veranstaltung ist der bayerische Staatsminister für Europaangelegenheiten und regionale Beziehungen Eberhard Sinner.

Lebhaft wird es am Freitag Nachmittag des dies-jährigen Pfingstwochenendes wieder im Bad Kis-singer Tattersall und auf dem Salinenparkplatz zugehen, wenn die Teilnehmer der 6. ADAC Sachs Franken Classic Oldtimerrallye mit ihren automobilen Schmuckstücken eintreffen. Dort werden die Gäste empfangen und anschließend geht es zur Dokumenten- und Fahrzeugkontrolle in die Fußgängerzone. Eine erste, aber bestimmt nicht die letzte Gelegenheit für Oldtimer-Fans die rollenden Zeitzeugen zu bestaunen.

Die von den Teilnehmern immer wieder gelobte Organisation liegt auch in diesem Jahr in den bewährten Händen des 1. Automobilclubs Karlstadt (ADAC) und des ADAC Motorsportclubs Zellingen. Neben der perfekten Organisation legt Karlheinz Schott, Vorsitzender des Organisationskomitees, größten Wert auf ein hochkarätiges Fahrerfeld, sowie erstklassige Streckenführung und Schauplätze. Namensgeber und Hauptsponsor ist die ZF Sachs AG, die seit 110 Jahren eng mit der Region, aber vor allem mit dem Automobil verbunden ist. Kupplungen und Stoßdämpfer von ZF Sachs haben bei Automobilherstellern und im Motorsport aller Klassen einen ausgezeichneten Ruf und die Weiterentwicklung des Automobils bis heute mitgeprägt.

Zwei spannende Rallyetage erwarten die Teilnehmer und Zuschauer an diesem Pfingstwochenende. Highlights sind neben der Streckenführung und dem Fahrerfeld die 16 sportlich selektiven Sonderprüfungen, darunter Stadtrundkurse, Bergrennstrecken und Flugplatzrundkurse. Bei den Wertungsprüfungen gilt es, eine bestimmte Strecke in einer genau vorgegebenen Zeit zu passieren. Die sportlich ambitionierteren Fahrer können an der Sonderwertung „Gleichmäßigkeit“ teilnehmen. Der Unterschied zur rein historischen Wertungsfahrt: Zusätzlich werden der geschickte Umgang mit dem Fahrzeug, das Auffinden der Strecke und die gleichmäßige Fahrweise bewertet.

Am Samstag in der Früh startet das rollende Museum zur ersten 300 Kilometer langen Etappe, durch das „Bäderland Bayerische Rhön“. Während der Tour durch die Rhön und das Grabfeld warten 9 Wertungsprüfungen auf die Teilnehmer. Der Startschuss fällt im Minutentakt in Bad Kissingen. Dann geht es über die Kurorte Bad Neustadt und Bad Königshofen in einer weiten Schleife nach Roth. Zwischendurch gilt es immer wieder Wertungsprüfungen zu meistern und die Fahrzeuge während der Pausen dem begeisterten Publikum zu präsentieren. Ein Highlight wird hier die 3,5 Kilometer lange Hauenstein-Bergrennstrecke sein. Anschließend bietet das Vier-Sterne-Rhönparkhotel das perfekte Ambiente für die Mittagspause. Über Bischofsheim und Sandberg fahren die historischen Fahrzeuge dann ein weiteres Staatsbad, nämlich Bad Brückenau, an, wo im Deutschen Fahrradmuseum die Kaf-feepause stattfindet. Der Höhepunkt am Samstag Nachmittag ist der „Grand Prix von Hain“. Bei diesem Rundkurs im Ortskern des fränkischen Dorfes Hain bei Poppenhausen müssen die Oldtimerbesitzer ihr fahrerisches Können in ganz besonderem Maße unter Beweis stellen. Für die Zuschauer wird dieser Grand Prix wie auch in den Vorjahren ein großes Spektakel sein. Die Old- und Youngtimer starten minütlich in den Rundkurs, in dem sich immer mehrere Fahrzeuge befinden, die an Lichtschranken die vorgegebenen Zeiten einhalten müssen.

Nicht weniger reizvoll verspricht der zweite Rallyetag am Sonntag zu werden. Gestartet wird wie am Vortag in Bad Kissingen, dann führt die Schleife 200 Kilometer durch das fränkische Weinland und den Steigerwald. Zuerst wird das Bäder-Quintett vervollständigt und Bad Bocklet angefahren. In Sulzthal erwartet die Rallyefahrer mit der Bergrennstrecke die nächste sportliche Herausforderung. Die Krönung des zweiten Rallyetages ist unbestritten der „ZF Sachs City Grand Prix“ in Schweinfurt. Nach der Mittagspause, während der die automobilen Schönheiten auf dem Schweinfurter Marktplatz vor dem historischen Rathaus zu bewundern sind, startet dieser Rundkurs durch das Zentrum der Heimatstadt des Hauptsponsors und Namensgebers der Rallye. Im letzten Jahr nutzten bei diesem Grand Prix rund 10.000 Oldtimer-Fans die Ge-legenheit, die Raritäten zu bestaunen und mit den Fahrern ins Gespräch zu kommen. Nicht nur die Wertungsprüfungen und Ortsdurchfahrten erfreuen sich großer Beliebtheit bei den Zuschauern. Immer mehr Begeisterte genießen das Spektakel einfach entlang der Strecke. Zurück in Bad Kissingen findet der Schönheitswettbewerb der Rallye, der „Concours d’élégance“, vor dem Spielcasino statt. Eine Fachjury bewertet die musealen Raritäten nach Kriterien der Originali-tät, des Alters und des Restaurierungszustandes. Die Siegerehrung findet im Rahmen einer „Classic Night“ im Prinzregentenbau des Zielortes Bad Kissingen statt.

Die ADAC Sachs Franken Classic hat sich inzwi-schen in ganz Europa vom Insider-Tipp zum Klassiker entwickelt. Sie lockte in den letzten Jahren Teilnehmer aus Deutschland, Österreich, Holland, Belgien, Spanien und der Schweiz nach Franken. Die Begrenzung des Teilnehmerfeldes auf 160 Autos begründet sich durch den Ablaufplan. Da im Minutenabstand gestartet wird, liegen zwischen dem ersten und dem letzten Fahrzeug im-merhin zweieinhalb Stunden. Für das Publikum an der Strecke bedeutet dies ein Defilee von Kostbarkeiten und Raritäten, wie man sie sonst nur in einem Automuseum erleben kann. Teilnehmen dürfen neben Oldtimern (älter als Baujahr 1971) auch so genannte Youngtimer, dass sind Fahrzeuge, die vor dem 31. Dezember 1979 gebaut wurden. Weitere organisatorische Details können dem Internetauftritt www.sachs-franken-classic.de entnommen werden. Nennungsschluss für die Teilnahme war der 6. April 2005.

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