Ford

Die Ford Motor Company wurde im Jahre 1903 durch den legendären Automobilpionier Henry Ford in der amerikanischen Autostadt Detroit gegründet. Dieser war zuvor aus seiner ersten Automobilfirma aufgrund von Unstimmigkeiten mit seinen Teilhabern ausgeschieden. Der Hauptkonflikt war dabei die Ausrichtung der Firma. Während Henry Ford von Beginn an kostengünstige Automobile für die breite Masse bauen wollte, standen für seine Partner Exklusivität und teure Fahrzeuge an erster Stelle. Nach dem Ausscheiden Fords wurde der Konzern von Henry M. Leland weitergeführt und in Cadillac umbenannt. Henry Ford jedoch verfolgte sein Ziel weiter und gründete mit einem Startkapital von 28.000 US-Dollar die Ford Motor Company.

In den Anfangsjahren wurden in der Detroiter Fabrik zunächst nur wenige, nach dem Alphabet benannte Fahrzeuge produziert. Trotz des anfänglich geringen Erfolgs ließ er in den Folgejahren eine neue Fabrik, die Piquette Avenue Plant, bauen. Dort wurden ab dem Jahr 1908 die ersten Modelle des Modells T gefertigt. Dieses sollte letztlich den Startschuss für den Aufstieg der Ford Motor Company zum Weltkonzern markieren. Bereits zwei Jahre später musste die Firma in die Highland Park Ford Plant umziehen, um die explosionsartig gestiegene Nachfrage befriedigen zu können. Zur Verringerung der Produktionszeit perfektionierte die Firma die Fließbandproduktion und reduzierte die Herstellungszeiten seiner Automobile dadurch drastisch. Im Jahre 1919 stellte das heute legendäre Modell T die Hälfte aller Automobile in den Vereinigten Staaten.

In den folgenden Jahren versuchte man, mittlerweile geführt durch Henrys Sohn Edsel , die Marktanteile zu sichern bzw. neue Marktsegmente zu erschließen. Hierfür bot man beispielsweise die für Jedermann erschwinglichen Basismodelle mit Zusatzausstattungen und in unterschiedlichen Farben an. Henry Fords berühmter Ausspruch „Any customer can have a car painted any colour that he wants so long as it is black.“ hatte somit seine Gültigkeit verloren. Mit der Einführung der Traktormarke Fordson erschloss man einen weiteren Geschäftsbereich. Im Zuge des Zweiten Weltkriegs stieg der Konzern zudem in die Flugzeugproduktion (B-24 Liberator Bomber) ein. Dieses Engagement fand jedoch bereits im Jahre 1945 wieder ein Ende.

Ein Highlight der Nachkriegsjahre stellte in der Folge die Produktion des Sportwagens Mustang dar. Parallel erschloss der Konzern auch die Lastwagenmärkte und Kleintransportermärkte für sich und expandierte nach Europa. Einige Konzerne (Jaguar, Volvo) wurden übernommen und die Rolle als Weltkonzern gefestigt.

Erst in den Jahren um den Jahrtausendwechsel geriet die Ford Motor Company hauptsächlich durch eine schlechte Modellpolitik in den USA in eine ernste Krise. Umfangreiche Sanierungsmaßnahmen mit einem massiven Abbau von Arbeitsplätzen und einer neuen Modellpolitik waren die Folge. Damit wurde in der Folge den neuen Marktforderungen nach sparsamen Fahrzeugen Rechnung getragen. Durch diesen radikalen Umbruch führt der Weg des Konzerns aktuell wieder nach oben. Die heute in Dearborn (USA) ansässige Ford Motor Company befand sich im Jahre 2010 auf Platz 5 der weltgrößten Automobilhersteller. Die Liste wird von Toyota, General Motors und dem Volkwagen Konzern angeführt.