Ford Capri

Der große Sportwagen Ford Mustang hatte seit seiner Einführung 1964 einen sensationellen Erfolg in den USA erzielt. Deshalb beschloss Ford, ein ähnliches Fahrzeug für den europäischen Markt zu entwickeln. Anfang 1969 wurde »der kleine Bruder des Mustangs« vorgestellt: der Capri. Er war das erste »Pony Car« – ein im Vergleich zum Mustang eher kleiner Sportwagen, erhältlich als Coupé und Cabriolet. Das unkonventionelle Design mit der überlangen »Nase«, der vergleichsweise niedrige Preis und die große Vielzahl an Varianten machten den Capri schnell zu einem beliebten, familientauglichen Sportwagen für jedermann.

Bereits bei der ersten Baureihe, dem Capri I, erweiterte Ford die Motorenpalette mehrmals. Es gab den Capri vom sparsamen 50-PS-Modell bis hin zum legendären RS 2600 mit 150 PS. Durch die unterschiedlichen Motorisierungen und Ausstattungen sprach der Ford Capri verschiedenste Käufergruppen an, was sehr zu seinem großen Erfolg beitrug. Ende 1972 wurde der Capri I überarbeitet, das neue Modell »Capri 73« bekam größere Scheinwerfer und Rückleuchten sowie eine neue Innengestaltung inklusive modernerer Instrumente. Die Produktion wurde allerdings schon Ende 1973 wieder eingestellt, da bereits ein Nachfolger entwickelt worden war.

Im Januar 1974 präsentierte man die zweite Baureihe des beliebten Allrounders, den Capri II. Größere Fenster sorgten für mehr Fahrsicherheit, die praktische Heckklappe und umklappbare Rücksitze schafften noch mehr Flexibilität. Mit seiner schnörkellosen Karosserie passte sich der Capri II optisch dem modernen Zeitgeschmack an. Je nach Ausstattungsvariante war er als Vier- oder Sechszylinder lieferbar. 1976 wurde der Ford Capri II leicht überarbeitet, außerdem änderten sich die Modellbezeichnungen. Aus dem Ford Capri GT wurde beispielsweise der Capri S mit Front- und Heckspoilern.

1978 veränderte Ford das Design des Capris mit etlichen Neuerungen wie Doppelscheinwerfern, einer tiefer gezogenen Motorhaube und umgreifenden Stoßstangen so stark, dass der »Capri 78« oft als erste Ausführung einer dritten Baureihe angegeben wird. Es folgten noch weitere Modelle, 1983 beispielsweise mit einer 5-Gang-Schaltung, aber die Verkaufszahlen gingen nun deutlich zurück. 1986 wurde die Fertigung nach fast 1,9 Millionen verkaufter Exemplare endgültig eingestellt.