Ford Sierra

Der Ford Sierra markierte eine Revolution auf dem deutschen PKW-Markt: Erstmals wurde mit dem  Sierra ein Serienfahrzeug präsentiert, das augenscheinlich einzig im Windkanal konzipiert worden war.

Der Sierra war der Nachfolger des in die Jahre gekommenen Ford Taunus oder des englischen Ford Cortina, die zu dieser Zeit eher belächelt wurden. Der Sierra wurde 1982 unter großer Aufmerksamkeit in Paris der Öffentlichkeit präsentiert.

Vor allem in Deutschland platzte der Sierra mit seinem neuartigen Design und dem Schrägheck, das dennoch reichlich Stauraum bot, mitten in die stärker werdende Umweltbewegung. Der Begriff des cw-Wertes geriet in aller Munde. Mit dem Sierra war es gelungen, ein windschnittiges und daher verbrauchsfreundliches Familienauto auf den Markt zu bringen, das dennoch nicht als zu leistungsschwach oder weltfremd gelten musste. Industrie und Ökologie schienen auf den Weg der Aussöhnung geraten zu sein. Sämtliche anderen großen Hersteller zogen ebenfalls mit windschnittigen Modellen nach und der Wettlauf um den günstigsten cw-Wert gegenüber dem Ford Sierra setzte ein.

Zunächst wurde der Sierra nur als fünftüriges Fahrzeug mit Ottomotor oder Dieselmotor angeboten; später kamen auch Dreitürer dazu, um dem Modell auch einen sportlichen Anstrich zu geben. Hierbei stieg die PS-Zahl auf bis zu 150 bei einem 2,8-Liter-Motor, was zu einer Höchstgeschwindigkeit von 211 km/h führen sollte.

Der Sierra wurde auch als Rallyeauto populär; das modifizierte Modell gewann hier zahlreiche Rennen. Im Jahr 1993 endete die Serienproduktion des Sierra. Er wurde vom Mondeo ersetzt, der indes die Erfolge des Sierra in keiner Hinsicht wiederholen konnte. Der Ford Sierra im Originalzustand ist bereits heute ein begehrtes Sammlerstück, wobei sein Wert in den kommenden Jahren sicher noch weiter steigen wird.