Garant

Lastkraftwagen des Typs Garant wurden vom VEB Robur-Werke Zittau hergestellt. Zuvor trugen sie die Bezeichnung Granit, die Produktion erfolgte durch das Vorgängerunternehmen „Phänomen Werke Gustav Hiller AG“. Im Zuge einer erfolgreichen Klage durch die ehemaligen Besitzer des Werkes musste im Jahr 1957 nicht nur die Firma, sondern auch deren Modelle umbenannt werden. Aus dem Granit 30K wurde daraufhin der Garant 30K. Der Buchstabe K steht übrigens für kopfgesteuert. Im Zuge der Umbenennung erfolgten auch kleine Korrekturen an den Kotflügeln und eine Steigerung der Leistung von 55 PS auf 60 PS.

Der Garant 30K ist eine Weiterentwicklung des Phänomen Granit 27K und 30K. Der spätere Garant 30K wurde das erste Mal im Herbst des Jahres 1953 auf der Leipziger Messe einem breiten Publikum vorgestellt. Ein Sondermodell des 30K war das einzige gepanzerte Fahrzeug, welches je in der ehemaligen DDR hergestellt wurde. Je nach Variante besaß der Garant 30K ein Leergewicht von 2,17 bis 2,98 Tonnen, das zulässige Gesamtgewicht betrug zwischen 4,17 bis 4,22 Tonnen.

Der Garant 30K war auch Basis für einen Rettungswagenaufbau. Diese Fahrzeugmodelle wurden in den Jahren 1957 bis 1960 produziert. Auch der Robur-Bus, der für den Transport von bis zu 18 Personen geeignet ist, basiert auf dem Garant 30K.

Der Garant 32K wurde – im Gegensatz zum Garant 30K – mit einem luftgekühlten Dieselmotor und einer stärkeren Lichtmaschine ausgestattet. Das Allradmodell konnte sich aber bei den bewaffneten Organen der DDR nicht durchsetzen.

Auf der Basis des Garant 30K produzierte das Unternehmen auch das Löschgruppenfahrzeug LF-TS 8.

Nachfolgemodelle des Garant 30K und Garant 32K waren die Lastkraftwagen LO und LD der Robur-Werke Zittau. Diese sind auch heute noch auf den Straßen Deutschlands, aber auch weltweit anzutreffen.