Lotus

Der englische Sportwagenhersteller Lotus Cars wurde 1952 vom Unternehmer Colin Chapman in der englischen Kleinstadt Hethel in der Nähe von Norwich gegründet. Zu dieser Zeit trug das Unternehmen noch den Namen Lotus Engineering. 1959 teilte er das Unternehmen auf. Die Lotus Group entstand, welche die Unternehmen Lotus Cars, Lotus Components und Team Lotus beinhaltete. Letzteres erarbeitete sich einen Namen im Rennsport.

Chapman machte den Namen Lotus innerhalb des Rennsports zu einer festen Größe. Beginnend mit dem Lotus 6 über Lotus 8, Mk 9 und Mk 10 erarbeitete er sich mit dem Mk 11 den ersten Sieg im 24-Stunden-Rennen von Le Mans. In der Formel 1 etablierte er sich wenig später ebenfalls. Nicht durch Weiterentwicklung der Motorleistung, sondern durch Verringerung des Eigengewichts wurde er Vorreiter neuer Techniken innerhalb des Grand Prix.

Mit dem Lotus 24 war er der Erste, der die Monocoque-Konstruktion aus dem Flugzeugbau in einen Rennwagen übertrug.

Die gefertigten Straßenmodelle seit den 1950er Jahren gestalten sich recht übersichtlich. Es sind nie mehr als vier Modelle zeitgleich gebaut worden. Als Karosserieformen standen und stehen lediglich ein Roadster, also ein Cabriolet mit zwei Sitzen, oder ein Coupé zur Auswahl. Als Roadster wurden gefertigt der Seven, Elan Typ 2, Elan M100, Elise S1 und Elise S2. Letzter wird auch nach wie vor noch gebaut. Als Coupé wurden hergestellt der Elite Typ 14, Europa, Elite Typ 75/83, Éclat, Excel, Esprit, Exige, Europa S/SE, Exige sowie die beiden Modelle Exige S2 und Evora, welche ebenfalls noch produziert werden. Im Jahre 2011 kam der T125 Exos hinzu.

Nachdem Chapman 1982 verstarb, ging Lotus Cars 1986 an General Motors, welche das Unternehmen 1993 an die italienische ACBN Holdings S.A., der auch Bugatti gehörte, verkaufte. Im Jahre 1996 übernahm Proton, ein malaysischer Konzern, schlussendlich Lotus Cars, welcher auch den chinesischen Markt für Lotus Cars erschloss.