Matra

Matra ist die Abkürzung von Mécanique Avion Traction. Hierbei handelt es sich um ein französisches Unternehmen, welches im Jahre 1941 gegründet wurde. Seinerzeit war dieses Unternehmen im Rüstungs- und Flugzeugbau und in der Kunststoffverarbeitung tätig. Nach diversen Fusionen, Übernahmen und Firmierungsänderungen wurde Matra zu einem Teil der Lagardère Groupe. Seit 2004 gehört Matra als Teil der Lagardère Groupe zur EADS, der European Aeronautic Defence and Space Company.

Der Autohersteller René Bonnet, welcher Rennwagen und Sportwagen herstellte, wurde Anfang der 1960er Jahre von Matra aus Imagegründen übernommen. Seitdem bestand die Firmierung Matra Automobile. Anfang der 1970er Jahre übergab man aber den Vertrieb an Simca ab, was die Vermarktung unter der Bezeichnung Matra-Chrysler-Simca zur Folge hatte. Nur wenige Jahre später wurde der SUV-Vorläufer, der Matra-Simca Rancho (später: Talbot-Matra Rancho), eingeführt. Gleichzeitig wurde die Beteiligung am Rennsport eingestellt.

Da Chrysler im Sommer 1978 finanzielle Schwierigkeiten bekam, wurden alle europäischen Beteiligungen an den PSA-Konzern in Frankreich verkauft. Der Vertrieb wurde wieder in den eigenen Konzern eingegliedert. Simca wurde durch den Markennamen Talbot ersetzt. Die Matra-Modelle hießen anschließend Talbot-Matra. Diese Zusammenarbeit wurde 1984 beendet. Seither bestand eine Partnerschaft mit Renault. Im Rahmen dieser Gemeinschaft entwickelte Matra die erste Großraumlimousine europaweit, den Van Renault Espace. Die Partnerschaft mit Renault endete im Februar 2003, da seitens Matra Automotive Insolvenz angemeldet werden musste.

Von der Produktionsfirma ist lediglich die Entwicklungsabteilung übrig geblieben, welche von Pininfarina, einem italienischen Karosseriehersteller, übernommen wurde. Seither firmiert Matra unter der Bezeichnung Matra Manufacturing & Services (kurz: Matra MS) mit dem Hauptaugenmerk