Messerschmidt

Die Firma Messerschmitt ist untrennbar mit der Luftfahrt verbunden, obwohl nach dem Zweiten Weltkrieg auch zivile Fahrzeuge von der Firma hergestellt worden sind.

Messerschmitt steht für den ersten Düsenjäger (ME 262), der im Krieg mit großem Erfolg eingesetzt wurde, ebenso wie für den ersten mit Raketen betriebenen Jagdeinsitzer (ME 163), dem allerdings wegen technischer Widrigkeiten weniger Glück beschieden blieb: Häufig explodierte die bemannte Rakete bei der Landung, so dass das „Kraftei“ bei Freund und Feind gleichermaßen gefürchtet war.
Das Jagdflugzeug „ME 109“ darf als das wohl erfolgreichste deutsche Flugzeug im Krieg neben der Focke-Wulff FW 190 bezeichnet werden.
Nach dem Krieg waren die Ingenieure von Messerschmitt willkommene Gäste in der amerikanischen Rüstungsindustrie, da ihr Know-How weltweit einzigartig war.

Nach dem Krieg konnte sich Messerschmitt im aufkommenden Wirtschaftswunder mit dem Kabinenroller behaupten. Das Fahrzeug war im Grunde aus noch vorhandenen Kabinen für Jagdflugzeuge hergestellt, die nach der Kapitulation nicht mehr erforderlich waren. Das martialische Kleinfahrzeug genoss einen legendären Ruf und prägte das deutsche Straßenbild in der Aufbauphase.

Später spezialisierte sich die Firma wieder auf ihr Kerngeschäft: Die Luft- und auch Weltraumtechnik.
Nun als Messerschmitt-Bölkow-Blohm etablierte sich einer der führenden Rüstungs- und Forschungskonzerne. Zahlreiche Flugzeug- und Helikoptertypen gehen auf MBB zurück. Auch der europäische Beitrag zur internationalen Raumstation ISS ist ohne MBB nicht vorstellbar.

Die Augsburger Firma ist mittlerweile im Daimler-Konzern und der DASA aufgegangen. Das Erbe des Gründers Willi Messerschmitt aber wirkt weiter.