Morgan

Die Morgan Motor Company ist eine der wenigen Automobilhersteller, die von der Gründung an ein Familienunternehmen war und auch blieb. Der Brite Harry Frederick Stanley Morgan gründete im Jahre 1909 in Malvern die Morgan Motor Company. Das Unternehmen spezialisierte sich insbesondere auf Sportwagen und beteiligte sich im Rennsport beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans und der FIA GT3-Europameisterschaft.

Die ersten Fahrzeuge hatten drei Räder, ein angetriebenes Rad hinten und zwei lenkbare Räder vorne. Die Produktion der Morgan-Threewheeler wurde 1952 beendet. 2011 wurde ein neuer Morgan-Threewheeler vorgestellt, allerdings in der Kategorie Motorräder.

1935 testete Morgan den ersten vierrädrigen Prototypen, welcher als Modell 4/4 schon 1936 in Serie ging. Dieses Modell wird sogar heute noch, den geltenden Gesetzen und der aktuell bestehenden Zulassungsbestimmungen angepasst, gebaut. Damit ist der 4/4 das am längsten durchgehend produzierte Automobilmodell weltweit.
Der Sohn Peter übernahm die Geschäftsführung, nachdem der Firmengründer im Jahre 1959 starb.

Die zweite Baureihe, der Plus 8, wurde im Jahre 1969 eingeführt. Dieser wurde bis 2004 produziert. Seiner Beliebtheit verdankte die Morgan Motor Company in den 35 Jahren seiner Bauzeit die dauerhafte finanzielle Sicherheit. Von 1974 bis 1992 stellte Morgan den +8 sogar mit Propangas-Verbrennung her. Der +8 wurde im Jahre 2004 vom Roadster abgelöst, von welchem seit 2006 sogar ein Viersitzer hergestellt wird.

2000 begann die Produktion des Aero 8 als Automobil für die anspruchsvollere Kundschaft. Die Serienproduktion wurde 2010 eingestellt. Allerdings werden nach wie vor limitierte Sonderversionen hiervon gebaut.

Am 20.10.2003 starb Peter Morgan. Doch die Nachfolge stellte auch hier kein Problem dar, da sein Sohn Charles bereits seit 1999 die Morgan Motor Company leitete.

Das Besondere an einem Morgan ist die Verarbeitung des Rahmens mit Eschenholz. Diese Fertigungstechnik stammt noch aus dem Kutschbau. Das Holzgerüst wird auf einen Stahlrahmen aufgesetzt, wobei heutzutage das Holz mit Alu- oder Stahlblech beplankt wird.