Motorsport-Papst` Hans Schwägerl startet bei SECHSÄMTERLAND-Classic

gpp) – Die Verantwortlichen der SECHSÄMTERLAND-Classic – der Top-Classic-Rallye im Fichtelgebirge – um Rallyeleiter Frank Reichenberger (Wunsiedel) trauten ihren Augen kaum, als sie unter den in diesen Tagen zahlreich eingehenden Nennungen seine entdeckten: die von Hans Schwägerl aus Marktredwitz! Der Ehrenpräsident des Bayerischen Motorsport-Verbandes (BMV), Ehrenvorsitzende des ADAC Nordbayern, fast fünfzigjährig-dauerhafte Vorsitzende des bundesweit bekannten Motorsportclubs (MSC) Marktredwitz hat neben diesen und etlichen anderen ehrenvollen Titeln ja auch den des „Größten Fahrtleiters aller Zeiten!“ – und dies nicht zu Unrecht:

Schließlich organisierte der damals noch als Hotelier tätige Schwägerl im Olympiajahr 1972 die von Kiel bis nach München führende Olympia-Rallye, welche längst nicht nur zur großen Legende in Motorsportkreisen geworden ist, sondern auch aufgrund Streckenlänge, Verbreitungsgebiet und Aufwand alles bis dato dagewesene in den Schatten stellte – und noch heute stellt. Außerdem war dies die Geburtsstunde der deutschen Rallye-Ausnahme-Ikone Walter Röhrl, der mit einem Ford Capri just auf den damaligen Prüfungen im Fichtelgebirge und im Steinwald („Friedenfelser Berg“) sein außergewöhnliches Fahrkönnen zelebrierte, die Führung der Rallye übernahm und in der Oberpfalz wegen eines technischen Defektes vorzeitig aufgeben musste. Rallyeleiter Hans Schwägerl kommt heute noch ins Schwärmen, wenn man ihn in einer ruhigen Minute auf diese Veranstaltung und ihre Vorgeschichte sowie Begleitumstände und unzähligen Anekdoten anspricht.

„Und ausgerechnet er fährt bei uns!“ freuen sich die Organisatoren Günter Boßner, Friedhelm Engel (beide Wunsiedel) und Hans-Jürgen Wunschel (Röslau), „hat doch niemand seit zig Jahren je davon gehört, dass er irgendwo selbst ´mal wieder mitgefahren wäre!“ Am Streckenrand, als Sportkommissar und kritischer Beobachter, ist er trotz seines hohen Alters (es dürfte kein Geheimnis sein, dass er am 1. August seinen 80.sten Geburtstag feiert) immer wieder anzutreffen, „aber dass er sich als Beifahrer verpflichten lässt, das ehrt uns schon!“ Geschafft hat dieses ´kleine Kunststück` der Oldtimer-Beauftragte des ADAC Nordbayern und Bezirksvorsitzende Oberfranken des BMV, der Hofer Klaus Gräbner und sein Mercedes 280 SL, besser bekannt als „Pagode“. „Und obwohl sie keinesfalls das Alter dafür hat, werden diese beiden Fahrer die Startnummer 1 dafür bekommen“, verspricht Rallyeleiter Reichenberger und ist sich sicher, dass dies alle anderen Teilnehmer, auch und vor allem diejenigen mit älteren Fahrzeugen als die Pagode, durchaus respektieren werden.

Aber nicht nur diese Nennung ist im Büro der SECHSÄMTERLAND-Classic GmbH inzwischen eingegangen, sondern auch viele weitere. Darunter etliche von Teilnehmern des vergangenen Jahres, die von der Erstlings-Veranstaltung derart begeistert waren, dass sie am liebsten schon noch im Ziel der letztjährigen Veranstaltung ihre Nennung für heuer abgeben wollten.

Sie alle dürfen gespannt sein auf die neue, zweimal zu befahrende Gleichmäßigkeitsprüfung, die wie im Vorjahr unter der sach- und fachkundigen Leitung des MSC Marktleuthen und des Funkhilfsclubs „Eisvogel“ Marktredwitz durchgeführt wird sowie die drei weiteren Sollzeitprüfungen „Slalom rückwärts“, „Schlauch“ und „Kreisel“, die im Verlauf der knapp 240 km langen Rallye von den ebenfalls beteiligten Motorsportclubs MSC Wunsiedel und MSC Höchstädt durchgeführt werden.

Die Organisatoren der SECHSÄMTERLAND-Classic haben neben Kraftakten administrativer und logistischer sowie organisatorischer Natur, auch bereits einen finanziellen hinter sich. Dieser wird jedoch aufgrund der fruchtbaren Zusammenarbeit mit dem Verein „SECHSÄMTERLAND innovativ“ abgemildert, der die Veranstaltung im Rahmen der örtlichen Imagepflege und –verbesserung fördert.

Nennungsschluss für die auf max. 75 Teilnehmer beschränkte SECHSÄMTERLAND-Classic 2005, die unter anderem auch einen Abstecher in die Tschechische Republik macht (deshalb Ausweispapiere und grüne Versicherungskarte nicht vergessen!) und vor der altehrwürdigen Hotel- und Kur-Kulisse im böhmischen Marianske Lazne (Marienbad) pausiert und promeniert ist der 14. Mai – und Eile tut also Not, wenn man einen der letzten Startplätze ergattern möchte.

Weitere Infos im Internet unter: www.sechsaemterland-classic.de.

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