Opel GT

„Nur Fliegen ist schöner“. Mit diesem Claim hat Opel 1965 seinen zweisitzigen Opel GT auf der IAA in Frankfurt/Main präsentiert. Die Form entsprach dem einige Jahre zuvor in den USA entwickelten Design: dem „Coke Bottle Shape“. Schlafaugen im flachen Bug, wohlgeformte Kotflügel, im Türbereich eingezogene Flanken und ein knackiges Heck mit einer der Aerodynamik geschuldeten scharfen Abrisskante. Das waren die Zutaten eines reinrassigen Sportwagens, mit dem der Opel GT in den sechziger Jahren 103.463 Mal Begehrlichkeiten geweckt hat.

Die Opel GT Käufer konnten zwischen dem aus dem Kadett bekannten 1100er Vierzylinder mit 60 PS und dem 1900er mit 90 PS aus dem Rekord wählen. Die Preise für den GT begannen bei 10.767 Mark.

Eine Besonderheit des Zweisitzers war neben den patentierten Klappscheinwerfern der nicht vorhandene Kofferraumdeckel. Aus diesem Grund musste der GT Fahrer sein Gepäck durch die Türen laden, um es dann hinter den Sitzen zu verstauen. Dafür saß dort, wo normalerweise der Verschluss für den Gepäckdeckel angebracht ist, ein aus Chrom gefertigter, glänzender Drehverschluss für den Tank. Die Klappscheinwerfer wurden nicht elektrisch betätigt, sondern mittels eines kleinen Hebels zwischen Schalthebel und Aschenbecher ein- und ausgeklappt. Die äußere Sportlichkeit fand im Innenraum mit Schalensitzen in zeitgemäßem Cord- oder Kunstlederbezug, dem tiefgeschüsselten Dreispeichen-Volant und zahlreichen Rundinstrumenten ihre Entsprechung.

Auch beim Thema Sicherheit setzte man den Maßstab in seiner Klasse. Alle Modelle waren serienmäßig mit einem Dreipunkt-Sicherheitsgurt ausgerüstet. Die hohen Sitzlehnen mit integrierten Kopfstützen sowie die abgewinkelte Sicherheitslenksäule sorgten für die zu der Zeit bestmögliche Sicherheit der Insassen.

Bei den Käufern war der Opel GT 1900 am Beliebtesten. Mit 90 PS aus 1,9 Liter Hubraum beschleunigte der nur 940 Kilogramm leichte Opel GT in 10,8 Sekunden auf 100 Stundenkilometer und erreichte 185 Km/h Höchstgeschwindigkeit.