Opel Kadett

Der Opel Kadett steht wie kein zweites Modell der Firma Opel für den vergangenen Glanz des heute schwer angeschlagenen Rüsselsheimer Autobauers. In seinen Glanzzeiten konnte sich der Kadett als zweites Fahrzeug des Wirtschaftswunders neben dem VW Käfer etablieren.

Der erste Kadett, der Kadett A, wurde 1962 präsentiert und ging in Serie. Mit einem 1,0-Liter Motor leistete der er  40 PS und war damit dem Käfer deutlich überlegen. Vor allem aber hatte er durch sein Stufenheck erheblich mehr Stauraum im Kofferraum, was ihn in der aufkommenden Reiseepoche zu einer ernsthaften Konkurrenz für den Käfer machte. Einzig in der Haltbarkeit war er dem Käfer unterlegen: Die Karosserie begann rasch zu rosten.

Mit dem Kadett B gelang der Firma dann der große Wurf: Das von 1965-1973 gebaute Fahrzeug wurde in den verschiedenen Varianten mit insgesamt 2,7 Mio. gefertigten Modellen zu einem der erfolgreichsten Fahrzeuge aller Zeiten. Mit dem Kadett B gelang es Opel zudem, sich als Hersteller erschwinglicher sportlicher Autos zu etablieren und damit ein Marktsegment zu vereinnahmen, das von VW nicht besetzt war.

Ab 1973 begann die Zeit des Kadett C. Dieser genießt in seinen verschiedenen Versionen vom sportlichen Coupé bis zum Caravan noch immer einen hohen Stellenwert unter Liebhabern.
Die Größe des Motors stieg auf bis zu 2,0 Liter Hubraum an. Der Opel Kadett C wurde bis 1979 gebaut und ist auch heute ein beliebtes Sammlerstück.

Mit dem Kadett D begann die Zeit deckungsgleicher Fahrzeugtypen: Es handelte sich um einen Konkurrenzwagen für den VW Golf. Diesem war er in einigen Bereichen auch überlegen und die beiden Fahrzeugtypen dominierten bald das deutsche Straßenbild.

Die frühen Modelle des Opel Kadett leben indes in den Herzen der Liebhaber weiter.