Porsche 924

1970 vereinbarten VW und Porsche die Entwicklung eines Nachfolgemodells für den von ihnen gemeinsam vertriebenen »VW-Porsche«, den Porsche 914. Bevor die Entwicklung abgeschlossen war, stieg der wirtschaftlich angeschlagene VW-Konzern jedoch aus dem Projekt aus. Da der Porsche 924 fast serienreif war, schlossen Porsche und VW eine für beide Seiten gewinnbringende Entscheidung: Porsche ließ den Porsche 924 in dem von der Schließung bedrohten Audi/NSU-Werk in Neckarsulm bauen und erhielt dafür im Gegenzug Bauteile aus dem VW/Audi-Programm zu günstigen Konditionen. Der Porsche 924 konnte dadurch wesentlich preisgünstiger angeboten werden als sein »großer Bruder«, der Porsche 911.

1976 kam der Porsche 924 auf den Markt – und das mit durchschlagendem Erfolg. Das neue »Porsche-Einsteigermodell« verkaufte sich schon im ersten Jahr so gut, dass der Konzern damit fast die Hälfte seines gesamten Fahrzeugumsatzes erzielte. Die Gründe hierfür lagen in dem neuartigen Konzept, das die Faszination eines mit gut 200 km/h sehr schnellen Sportwagens mit vielen anderen Wünschen kombinierte. So war zum Beispiel der Spritverbrauch verhältnismäßig gering – angesichts der Ölkrise ein wichtiges Kaufargument. Der wassergekühlte, 125 PS starke Audi-Motor befand sich unter der langen Fronthaube mit integrierten Klappscheinwerfern. Durch ein starres Rohr war er mit dem Getriebe an der Hinterachse verbunden. Diese für Porsche neue Bauweise (Transaxle) führte aufgrund der optimalen Gewichtsverteilung zu sehr neutralen Fahreigenschaften, die den Wagen  auch für ungeübte Sportwagenfahrer attraktiv machten. Den Wunsch nach Familientauglichkeit erfüllte er durch zwei hintere Sitzmulden. Klappte man die Rücksitze um, bot der Kofferraum unter der stark gewölbten Heckscheibe viel Stauraum.

Eine Sonderstellung nahmen die mit einem Turbolader ausgerüsteten Modelle Porsche 924 Turbo (1979–1982) und Porsche Carrera GT (1981) ein, die den Wunsch mancher Kunden nach einer höheren Motorleistung zufriedenstellten. Die Basis bildete allerdings weiterhin der 2-Liter-Audi-Motor. Dies änderte sich erst 1986, als der mit einem 2,5-Liter-Porsche-Motor ausgestattete Porsche 924 S den Porsche 924 ablöste. Zu dieser Zeit waren die Verkaufszahlen jedoch bereits stark rückläufig, sodass die Produktion des Porsche 924 S 1988 eingestellt wurde.