Rallye-Geschichte beim Festival in der Eifel

Rallye-Geschichte beim Festival in
· Sensationelle Vielfalt: 31 Automarken und 76 Fahrzeugtypen
· Röhrl, Blomqvist, Waldegård: Drei Rallye-Weltmeister in Daun
· Großes Rahmenprogramm in der Rallye-Meile der Eifel

 

Als die endgültige Nennliste zum ADAC Eifel Rallye Festival (26.-28. Juli 2012) in
Daun feststand, staunte selbst Christian Geistdörfer nicht schlecht. Der
Mitorganisator und langjährige Co-Pilot von Walter Röhrl konnte im Feld der über
130 Fahrzeuge von 'Slowly Sideways' nur neue Bestmarken feststellen: 31
verschiede Marken und 76 verschiedene Fahrzeugtypen sind am Start. Sagenhafte
36 der so seltenen Gruppe-B-Boliden reihen sich ins Feld ein. Über 40 Fahrzeuge
sind Original, insgesamt nehmen Piloten aus 13 Nationen in der Eifel am größten
rollenden Rallye-Museum teil. "Diese Vielfalt ist sensationell, sie ist einmalig in
Europa", erklärte Geistdörfer und ergänzte, "so viele Gruppe-B-Fahrzeuge waren
selbst zu deren aktiven Zeit nie gemeinsam bei einer Veranstaltung."

Zusammen mit dem Feld der Vorauswagen, die mit ihren spektakulären
Fahreinlagen die zahlreichen Fans auf die 'Slowlys' einstimmen, sind am Festival-
Wochenende weit über 150 Fahrzeuge auf den anspruchsvollen
Wertungsprüfungen der Vulkaneifel unterwegs. Die Nennlisten und viele weiteren
Infos sind auf www.eifel-rallye-festival.de abrufbar.

Bei den Demonstrationsfahrten der historischen Rallye-Fahrzeuge sind die Autos
als Zeitzeugen einer ganzen Motorsport-Epoche die wahren Stars. "Um sie zu
erhalten und sie den Fans auch weiterhin in Aktion vorzuführen dient unser
Festival", erklärt Slowly Sideways-Kopf Reinhard Klein aus Köln. Doch auch die
früheren Piloten dieser Fahrzeuge treten gerne eine Zeitreise in ihre eigene
Vergangenheit an und pilotieren überwiegend Fahrzeuge aus ihrer eigenen
Laubahn. Neben Doppelweltmeister (1980 und 1982) und Schirmherr Walter Röhrl
kommen mit den Schweden Stig Blomqvist (1984) und Björn Waldegård (1979)
zwei weitere Weltmeister in die Eifel. Während Blomqvist seinen Ford RS200 von
der Südschweden-Rallye 1986 pilotiert, ist Waldegård unter anderem auf dem
Porsche 911 unterwegs, mit dem er 1974 die Safari-Rallye bestritt.

Europameister Armin Schwarz (Lancia Stratos, 1981) gewann wie Harald Demuth
(Mercedes 500 SLC, 1980) zweimal die Deutsche Rallye-Meisterschaft. Der frühere
Citroën-Werksfahrer Philippe Wambergue (Citroën BX 4TC, 1986) tritt ebenso an
wie die deutsche Safari-Legende Hans Schuller (Sieger 1970 und 1971) oder
Yvonne Metha, die Witwe der kenianischen Rallyelegende Shekhar Mehta, die
selbst viele Jahre als Beifahrerin aktiv war. Auch dabei: der Belgier Stéphane
Prévot, einer der erfahrensten Beifahrer in der Rallye-WM.

Zwei Youngster ergänzen den Reigen der prominenten Piloten. Aaron Burkart, der
Junioren-Weltmeister von 2010, pilotiert jenen Subaru Impreza, den Colin McRae
1997 bei der WRC-Premiere zur Rallye Monte-Carlo steuerte. Die Liste
vervollständigt der erst 21-jährige Sepp Wiegand, der als Skoda-Junior aktuell in
der IRC unterwegs ist. Sein Einsatzfahrzeug stammt aus der Sammlung seines
Mentors Wolf-Dieter Ihle, es ist der VW Golf G60 von Erwin Weber bei der Rallye
Australien in 1990.

Für die Autogrammjäger unter den Fans gibt es am Festival-Wochenende einen
wichtigen Termin: Am Freitag (27.7.) stehen diese Rallye-Stars in zwei Gruppen
von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr für Autogramme auf der großen Showbühne auf dem
Laurentiusplatz in der Rallye-Meile Daun zur Verfügung. Wegen des großen
Andrangs im vergangenen Jahr kann diesmal jeder bei einem Durchgang nur ein
Autogramm je VIP erhalten.

 

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