Käthchen Classic 2012

Rallye Käthchen Classic 2012

 Review auf die 2. ADAC Rallye Käthchen Classic 2012  aus der Sicht des Rallyeleiters

Eine Woche vor der Veranstaltung lagen uns 41 Nennungen vor. Leider mussten 3 Teams aus nachvollziehbaren Gründen ihre Teilnahme absagen. Dennoch starteten wir pünktlich um 16:00 Uhr in unserem Rallyezentrum , im „Haus des Handwerks“, mit der Papierabnahme. Obwohl wir die Abnahme am Freitag als „freiwillig“ erklärt haben, waren um 19:00 Uhr bereits 33 Teams vor Ort. Lediglich 5 Teilnehmer reisten am Samstag morgen an, wo die 2. Abnahme von 07:30 bis 09:00 Uhr geplant war. Ab 19:00 Uhr trafen sich die Fahrer und ihre Copiloten,um sich bei Freibier und einem hervorragenden Kartoffeleintopf mit Wursteinlage zu stärken und sich auf die 365 km lange Strecke einzustimmen. Ab 20:00 Uhr wurde ein Beifahrerlehrgang bzw. ein Einsteigerkurs angeboten (kostenlos selbstverständlich), in dem den Anwesen-den die Veranstaltung näher gebracht wurde. Erläutert wurden das Bordbuch, der Umgang mit den Bordkarten, die Bedeutung der FIA-Schilder sowie  die Handhabung der 2 Orientierungsprüfungen, die in diesem Jahr neu hinzugekommen waren. Am Samstag morgen trafen die letzten Teilnehmer ein. Bei Kaffee und Butterbrezeln stärkte man sich nochmals, bevor es bei der Fahrerbesprechung die letzten Informationen zum Ablauf gab. Pünktlich um 10:01 Uhr startete die Startnummer 1 mit Ziel WP1 am Jägerhaus. Besonderheit war hierbei, 2 Lichtschrankenmessungen innerhalb 30 Meter, die mit 3 Sekunden zu bewältigen waren. Danach führte die Strecke in die Löwensteiner Berge. Nach 3 Bergprüfungen kam die erste Ori-Prüfung auf die Teilnehmer zu, eine Drehpunktskizze.  Insgesamt 5 geheime DKs sollten die Einhaltung der Fahrtstrecke überprüfen. Leider kam es in diesem Gebiet zu einem Wildunfall. Das einzig genannte Damenteam hatte Feindkontakt mit einem Reh. Bis der Unfall aufgenommen worden war, verloren sie so viel Zeit, dass sie die WP 5 nicht mehr rechtzeitig erreichen konnten und leider mit 50 Strafpunkten bedacht wurden. Ab 12.30 Uhr stand das Mittagessenbuffet im Blockhaus in Fautenhau bereit. Beim Restart zur 2. Etappe  wurden die Teilnehmer und ihre Fahrzeuge durch den MCH-Moderator Holger Kühne den anwesenden Gästen vorgestellt. Die Fahrt führte mit der WP 6 weiter nach Osten und schließlich zur Kaffeepause im Gasthof Löwen in Mainhardt-Stock. Restart pünktlich um 15:01 Uhr zur letzten Etappe. Weitere 3 Wertungsprüfungen erwarteten die Teams, bis sie letztendlich um 16:45 Uhr auf dem Marktplatz in Heilbronn angekommen waren. Dort war der „Rathaussprint“, eine 30 Meter Kurzprüfung der Höhepunkt für die zahlreichen  Zuschauer, die bei bestem Wetter, die Fahrzeuge begutachten und den Informationen des Moderators lauschen konnten. Das Käthchen überreichte ein Präsent und ein Glas Sekt beendete den ersten Rallyetag. Ab 19:00 Uhr trafen sich alle Teilnehmer sowie zahlreiche Helfer des MCH im „Haus des Handwerks“ zum Rallyeabend.  Für Top-Musik sorgte, wie im vergangenen Jahr, das Ensemble „William-Live“. Aber auch die Tanzgruppe TSL Aquamarin bekam für ihre 2 Tanzdarbietungen kräftigen Applaus. Auch der Schirmherr dieser Rallye, Herr Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach, ließ es sich nicht nehmen, Grußworte zu übermitteln. Als weiter Ehrengäste waren dabei, der Sportleiter des ADAC Württemberg, Herr Manfred Rückle, sowie als Teilnehmer „verkleidet“, der erste Vorsitzende des ADAC Württemberg, Herr Dieter Rosskopf. Gegen 21:30 Uhr wurde dann der Höhepunkt des Abends angekündigt, 4 junge Männer, die A capella singen, und zwar unter dem Namen MundartMonika. Dieser  20 minütige Auftritt war wirklich der absolute „Burner“. Man kann sich nicht vorstellen, was man mit seiner Stimme alles machen kann.  Kurz vor Mitternacht war der Saal dann leer. Denn um 09:01 Uhr am Sonntag war bereits der Restart geplant. In den Böllinger Höfen, einem großen Industriegebiet,  stand als WP 11 einer Pfeilskizze auf dem Programm. Neben 4 Lichtschranken waren auch 2 geheime DKs wieder stationiert. Alle Teilnehmer, mit denen ich gesprochen habe, fanden diese Prüfung als die beste der Veranstaltung.  Es war als Rundkurs ausgelegt, sodass sich Teilnehmer entgegen kamen, unterschiedlich abbiegen mussten usw. Nach einer Vormittagspause, bei der es Wasser und Apfelsaftschorle, sowie Gebäck gab, startete man in Häfnerhaslach zur WP 14. Aufgrund von Marketingmaßnahmen des Ortsvorstehers, Herrn Springer, gaben sich am Start zu dieser WP rd. 100 Zuschauer ein Stelldichein. Auch dort moderierte Holger Kühne in gewohnt souveräner Art. Zielankunft ab 12:30 Uhr im Rallyezentrum mit Sektempfang.  Nach dem Mittagessen erwartete die Teilnehmer die Übertragung des Formel 1 Rennens auf Großbildleinwand. Um 15:40 Uhr konnte die Siegerehrung vorgenommen werden. 76 Teilnehmer nahmen 87 Pokale in Empfang. Aus Anlass des 100-jährigen Vereinsbestehens des MCH gab es in diesem Jahr 100 % Pokale.

Fazit aus den Bewertungsbögen der Teilnehmer:

  • Wunderschöne Streckenführung
  • Sehr freundliche Helfer überall auf der Strecke
  • Absolut tolle Verpflegung
  • Super Organisation
  • Kaum Wartezeiten an den ZKs
  • Sehr gelungener Rallyeabend
  • BöHö war Spitze
  • Bitte macht weiter so

Verbesserungsvorschläge kamen keine. Dann mach ich halt welche, z.B………….

Es hat mir an diesen 3 Tagen wirklich viel Spaß gemacht. Die Teilnehmer waren alle toll drauf. Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle bei allen Sponsoren, allen Genehmigungsbehörden, allen Helfern, die 3 Tage im Dauereinsatz waren und vor allem bei meiner Stellvertreterin, meiner Frau Tanja, ohne die ich dieses Projekt nicht alleine hätte umsetzen können. Vielen Dank.

Bis bald.

Euer Rallyeleiter

Alexander Timler

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