Rolls Royce

Die Firma Rolls Royce ist untrennbar mit der Noblesse der britischen Monarchie verbunden: Eine Königin, die nicht aus einem Rolls Royce aussteigt, ist schlicht unvorstellbar.
Indes war die Firma immer auch ein wichtiger Hersteller von Flugzeugmotoren und verschiedener anderer technischer Produkte, während der Bau luxuriöser Limousinen eher dem Prestige denn dem unmittelbaren Gewinn galt.

Der Ingenieur Henry Royce betrieb ursprünglich eine Firma, die sich dem Bau von Elektroanlagen und Kränen verschrieben hatte, – ein lukratives Geschäft in Zeiten der maritimen Hochrüstung. 1902 erwarb er sein erstes Automobil und konnte das Gefährt nicht starten. Wütend baute er ein eigenes Auto: Der erste Royce war geboren und machte 1904 seine Jungfernfahrt.

Royce kam mit dem Investor Charles Rolls in Kontakt, der zu dieser Zeit in Belgien luxuriöse Limousinen vertrieb. Rolls war von den Ingenieurskünsten von Royce so angetan, dass man schnell zu einer geschäftlichen Einigung kam. Rolls Royce war entstanden und der Grundstein für eine beispiellose Erfolgsgeschichte gelegt.

Vor allem in den Kriegszeiten machte Rolls Royce große Gewinne, da sich die Firma als der führende Lieferant von Flugzeugmotoren für die Royal Air Force positionieren konnte. Der Mythos der Firma ist eng mit den Erfolgen der britischen Piloten bei der Verteidigung ihrer Heimat verbunden.

Seit dem Jahr 2000 gehört Rolls Royce ausgerechnet zum deutschen BMW-Konzern, was zu heftigen partiotischen Aufwallungen in der britischen Presse geführt hat. BMW geht indes behutsam mit der traditionsreichen Marke um, so dass Modelle wie der legendäre Silver Shadow ihren majestätischen Glanz bewahren konnten.