Rover

Die britische Automobilmarke Rover begann als J. K. Starley & Sutton Co. mit der Herstellung von Fahrrädern. 1884 wurde der erste Rover als Dreirad hergestellt. 1896 erfolgte die Umbenennung in Rover Cycle Company. 1902 stellte Rover das erste Motorrad her. Bereits zwei Jahre später baute Rover das erste Automobil.

Nach zwei weiteren Jahren fand eine Umfirmierung zur The Rover Company Limited statt. Leider musste Rover aufgrund der Weltwirtschaftskrise die Produktion von Fahrrädern und Motorrädern einstellen, wonach das Unternehmen schlicht den Namen Rover erhielt. Also erarbeitete Rover sich mit Pkws einen guten Namen und erzielte auch im Rennsport diverse Erfolge.

Der Ausgang des Zweiten Weltkrieges veränderte die Firmenpolitik. Da Stahl nur an Firmen mit Exportnachweisen geliefert wurde, begann Rover 1947 damit, ein geländegängiges Allradfahrzeug, den Land Rover, für den Export zu produzieren.

1965 fand eine Fusion mit der Alvis Limited statt. 1967 verlor Rover seine Unabhängigkeit, da es Bestandteil der Leyland Motor Company wurde, welche wenig später zusammen mit der British Motor Corporation zur British Leyland Motor Corporation wurde. 1976 ging British Leyland in Konkurs, was zur Verstaatlichung des Konzerns führte.

Honda erwarb sich in den 1980er Jahren Beteiligungen an Rover. 1982 bekam Rover den Namen Austin Rover Group und 1988 den Namen Rover Group. 1994 übernahm BMW die Rover Group aus staatlicher Hand, was gleichzeitig die Kooperation von Rover mit Honda beendete. BMW trennte sich 2000 wieder von Rover, die Rechte für die Marke Land Rover gingen an Ford. Die verbleibenden Anteile der Rover Group wurden erst zur Phoenix-Venture Group, dann zur MG Rover Group, welche 2005 ebenfalls Insolvenz anmeldete. Die Nanjing Automobile Corporation übernahm 2005 die Vermögenswerte der MG Rover Group. Die Namensrechte von Rover verkaufte BMW 2006 an Ford, da diese ein Vorkaufsrecht hatten. Diese Rechte verkauften sie aber bereits 2008 weiter an den Automobilhersteller Tata Motors, Indien.