Sunbeam

Sunbeam, ein kleines englisches Unternehmen, stellte in ihrer Fabrik in Wolverhampton zunächst Fahrräder und Motorräder her. Im Jahre 1899 kam der erste Motorwagen hinzu. Bereits zwei Jahre später war die Entwicklung so weit fortgeschritten, dass mit der ersten Serienproduktion begonnen werden konnte. Der Motorwagen erhielt zu dieser Zeit einen Einzylindermotor. Wiederum zwei Jahre später wurden für diesen Wagen Sechszylindermotoren verwendet, ab dem Jahre 1909 aber wiederum Zweizylindermotoren.

Die Firma Sunbeam fing an, sowohl luxuriöse Wagen zu produzieren, als auch sich im Rennsport zu betätigen. In den 1920er Jahren konnte das Unternehmen mit seinen Rennautos unter Verwendung von selbst konstruierten Flugzeugmotoren diverse Weltrekorde aufstellen. Kurz zuvor, während des Jahres 1919, wurde Sunbeam – wie auch die Marke Talbot – vom französischen Automobilhersteller A. Darracq & Co. Ltd. gekauft, was 1920 zur Gründung der Gruppe STD führte. Die Markennamen Darracq, Sunbeam und Talbot blieben zunächst erhalten.

Aber schon 1935 ging die Gruppe Sunbeam-Talbot-Darracq Konkurs und wurde von der Rootes-Ruppe übernommen. Die Fahrzeuge erhielten seither die Bezeichnun Sunbeam-Talbot. Die Marke Talbot-Lago resultierte aus dem Verkauf des französischen Anteiles der übernommen Gruppe STD. In den 1960er Jahren wurde die Rootes-Gruppe von Chrysler geschluckt. Der letzte Sunbeam wurde sodann 1977 als Chrysler Sunbeam verkauft.

Im Jahre 1978 kaufte das Unternehmen Peugeot sämtliche Rechte des Unternehmens Chrysler Europa. Alle seinerzeit in Europa von Chrysler gefertigten Automobile erhielten daraufhin den Markennamen Talbot. Ein von Lotus entwickelter Motor wurde in die Sportversion des Talbot Sunbeam eingebaut, sodass eine letzte Erwähnung in einer Modellbezeichnung im Talbot Sunbeam Lotus stattfand. Die turbulente Reise der Marke Sunbeam fand somit 1982 ihr endgültiges Ende.