Toyota

Die Geschichte Toyotas geht in Japan auf das Jahr 1867 zurück. In diesem Jahr wurde Sakichi Toyoda in ländlicher Umgebung von Nagoya geboren. Zunächst erlernte er handwerkliche Fähigkeiten, kaufte Dampfmaschinen mit denen er experimentierte. Zusammen mit seinem Sohn Kiichiro, der ein Maschinenbaustudium in Tokio absolviert hatte, stellte er 1924 eine automatisierte Webmaschine fertig, die die Grundlage für sein weiteres Schaffen darstellt. Bevor es jedoch an den tatsächlichen Autobau ging, musste Toyoda die Patentrechte an seinem automatischen Webstuhl nach Großbritannien verkaufen, um mit dem dadurch erzielten Erlös eine Autoproduktion aufbauen zu können. 1934 war die erste Maschine für den Autoproduktionsprozess fertig. Diese war der Startschuss für die Produktion der ersten Toyota Modelle Toyota A1 und GG Trucks. Die Produktion des Modells AA startete 1936.
Im Sommer 1937 wurde aus der bisherigen Automobilsparte ein eigenständiges Unternehmen: Die Toyota Motor Corporation. Ein entscheidender Schachzug war die Namensänderung von Toyoda in Toyota. Dieser wurde einerseits gewählt, um international eine bessere Aussprache zu gewährleisten, andererseits um den Gründern die Trennung zwischen Privatem und Beruf zu erleichtern.

Bis in die 1960er Jahren unterschätzten große US-Firmen die asiatische Mobilindustrie. Toyotas Erfolg entwickelte sich vor allem in den siebziger Jahren, als viele Staaten unter der Ölkrise litten. Damals stieg die Nachfrage nach kleinen, kraftstoffarmen Autos, die japanische Autokonzerne besser bedienen konnten als westliche Produzenten. Zudem hatte ihre Produktionsweise als auch die Produktivitätsraten an Qualität gewonnen, so dass Toyota seine Fahrzeuge günstiger anbieten konnte als die deutsche und amerikanische Konkurrenz. Diese orientierte sich zwar zunehmend an der japanischen Bauweise und den werthaltigen Standards Toyotas, dennoch behielt das Unternehmen seine Vorteile auch in den 1980ern bei. Vor allem in den USA konnte Toyota sich durch seine hohe Qualität durchsetzen. 1989 führte das Unternehmen die Luxusmarke Lexus in den amerikanischen Markt ein, die sich zur meistverkauften Luxusmarke in den USA entwickelte.