Triumph

Der Nürnberger Siegfried Bettmann ging 1884 als Vertreter und Übersetzer deutscher Firmen nach London. Dort wechselte er in den Export von Fahrrädern und gründete hierfür 1886 das Handelsunternehmen The Triumph Cycle Company. 1887 stieg als sein Partner Mauritz Johann Schulte in das Unternehmen ein. Dieses wandte sich ab 1889 der Produktion von Fahrrädern zu.

Parallel hierzu wurde 1896 in Nürnberg eine Triumph-Tochter, die Deutsche Triumph Fahrradwerke AG, gegründet, in der ab 1903 auch Motorräder produziert wurden.

Ab 1902 wurden in England Motorräder hergestellt. Im Ersten Weltkrieg war das Militär Hauptabnehmer der robusten Motorräder der Triumph Cycle Company, deren Ruf die Abnahme unter der zivilen Bevölkerung verstärkte.

1921 kaufte Triumph die Autofabrik Dawson. Zwei Jahre später im April stellte Triumph das erste Automobil vor. 1930 wurde die Firmierung in Triumph Motor Company geändert. Wenig später wurde die Fahrrad-Sparte verkauft. Das Unternehmen siedelte sich zunächst im Kleinwagensegment an. Mitte der 1930er Jahre konnten mehrere Erfolge im Rennsport, insbesondere der Rallye Monte Carlo, verzeichnet werden. Nachdem ein Wechsel zur Mittelklasse stattfand, welcher aufgrund der Weltwirtschaftskrise kein guter Schritt war, mussten die Investitionen im Rennsport aus finanziellen Gründen eingestellt werden.

Aus den gleichen Gründen verkaufte Triumph Anfang 1936 die Motorradsparte ebenfalls. Diese Maßnahmen konnten den letztendlichen Konkurs im Jahre 1939 dennoch nicht verhindern. Der Konkursverwalter stimmte einem Verkauf an Thomas Ward & Co. zu. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Triumph-Hallen fast vollständig zerstört.

Die Namensrechte wurden 1944 seitens der Standard Motor Company übernommen, welche den Namen für sportlichere und luxuriösere Modelle verwendete. 1960 übernahm Leyland Motors die Standard Motor Company samt der Triumph-Sparte, unter welcher Leyland Motors zunächst noch Fahrzeuge herstellte. 1968 fusionierte Leyland Motors mit etlichen britischen Herstellern zur British Leyland Motor Corporation. 1981 wurde ein letztes Triumph-Modell hergestellt, dessen Produktion 1984 eingestellt wurde. Die Markenrechte an Triumph wurden 1994 von BMW erworben.