Unimog

Heute ist ein Unimog aus der Landwirtschaft, der Forstwirtschaft und bei den Hilfsorganisationen wie die Feuerwehr und dem THW, sogar beim Militär und der Straßenwacht, nicht mehr wegzudenken. Ob als Traktor, Geräteträger, Antriebsmaschine, als Zweiwegefahrzeug im Güterbahnverkehr, Bohrfahrzeug, Lieferfahrzeug, Schneefräser, Schlepper oder Katastrophenhelfer, der Unimog ist quasi die Eier legende Wollmilchsau unter den Kraftwagen. Bis dieser aber bis zu dieser Position kam, musste er einen langen Weg gehen.

Der Unimog ist leicht zu erkennen an seinen vier gleichgroßen Rädern, welche durchweg von einem Allradantrieb bewegt werden. Des Weiteren zeichnet er sich durch eine hohe Bodenfreiheit aus, womit er auch in unwegsameren Gelände die besten Karten hat. Bereits 1945 fiel der Startschuss für den Bau des Unimog. Die Bezeichnung leitet sich aus Universal-Motor-Gerät ab. Den Bau gab Erfinder Albert Friedrich an die Firma Erhard & Söhne in Schwäbisch Gmünd ab. Die dortigen Ingenieure tüftelten noch zwei weitere Jahre an den Plänen, bis 1947 schließlich der erste Prototyp vorgestellt wurde.

1949 wechselte die Produktion vollständig nach Göppingen in die Boehringer Werkzeugmaschinen GmbH, welche dort noch bis 1951 fortgesetzt wurde. 1951 dann übernahm Daimler-Benz die Unimog-Sparte von Boehringer. Die Produktion wechselte nach Gaggenau, bei der zunächst der Ochsenkopf als Markenzeichen erhalten blieb. Nachdem zunächst zehn Jahre lang ohne Verdeck gebaut wurde, bekam der Unimog im Jahre 1953 erstmalig ein geschlossenes Führerhaus. Bereits 1966 lief der 100.000ste Unimog vom Band, der 200.000ste 1977. Nach mehr als 320.000 Exemplaren zog die Unimog-Produktion im Jahre 2002 von Gaggenau an den Rhein nach Wörth ins Mercedes-Benz-Werk. Nach dem Umzug wurde in Gaggenau ein Unimog-Museum eingerichtet und im Jahre 2006 eröffnet.