Valpantena Rallye Revival 2013 mit Pfälzer Crews

Während im Jahr davor Werner Mayer und Co Andreas Schwalie als einzige Pfälzer Crew beim Valpantena Rallye Revival starteten,  waren es nach den Schwärmereien der beiden im Oktober  2013 schon 4 Mannschaften aus dem Umfeld des ADAC Pfalz  die sich zu diesem Topevent aufmachten nach Grezana, nördlich von Verona. Neben den wieder zahlreichen Top-Rallyefahrzeugen von einst (allein 5 Lancia Stratos, 4 Delta S4, 7 rally037, 14 BMW M3 und über 40 Porsche, um nur einige zu nennen!) waren diesmal neben der Kadett Equipe Mayer/Schwalie noch Bruno und Alexandra Thullen mit ihrem Porsche 356, Norbert Drexel und Christian Rössler auf einem Porsche 911 sowie Uwe Gregori und Karlheinz Wagner auf einem weiteren C Kadett am Start.

Der erste Tag

Bereits das Training beeindruckte wieder: 8 WPs davon nur eine doppelt befahren durch die Berge von Valpantena mit zahlreichen Kehren, Ortsdurchfahrten ließen das Herz der Rallyefahrer höher schlagen. Der Start erfolgte dann pünktlich um 13 Uhr am Freitagnachmittag. Auch wenn es nur zum Spaß durch die Berge ging und im Ziel letztendlich der Druckschlauch für die genaueste Zeit und die Platzierungen entschied, wurde doch zur Freude der tausenden an der Strecke tobenden Tifosi ordentlich Gas gegeben. Den ersten Big Moment setzten Mayer/Schwalie bereits nach ca. 2 km, als sie beim Anbremsen einer Kehre auf Splitt kamen und so einen Dreher Rückwärts hatten, welcher aber glücklicherweise ohne Folgen blieb (Andreas fühlte sich lt. Angaben wie im Bestzeitmodus)

Im Ziel hatte Werner dann direkt einen guten Gasfuß, was das überfahren des Zieles betrifft: 0,0 Abweichung! Da die beiden auch auf der 2. WP unter einem Zehntel blieben wurde der 3. Gesamtplatz zwischenzeitlich notiert, was für die beiden unfassbar war. Die erste Pause in einem Gut südlich Verona haben alle 4 Teams gut erreicht und freuten sich auf die 2 Nacht-WPs, welche ein besonderes Flair boten, bevor es ins Weingut Bertani zur Nachtpause und sehr guten Verpflegung in Nobler Umgebung ging. Zahlreiche italienische Kollegen befanden sich wohl auch im Bestzeitmodus und haben einige der sehr schönen Fahrzeuge an Mauern, in Büschen oder an Strompfosten kaltverformt.

Auch am zweiten Tag wurde es nicht langweilig

Am Samstag ging die Hatz dann erfolgreich weiter, während die ersten beiden WPs noch ohne größere Vorfälle waren (es gab beim frischgebackenen italienischen Meister Umberto Scandola in Erbezzo noch eine kurze Weinverkostung, wozu sich die Copiloten aufopfern mussten) kam es dann auf der WP 7 recht heftig: Die Besatzung Drexel/Rössler war mit dem Porsche an einem Bremspunkt etwas spät, ein Notausgang sollte da eigentlich für wenig Probleme sorgen, doch genau dort stand ein Zuschauer, was Nobert zu einem anderen Weg auszuweichen zwang: Die Böschung, die der Porsche dann runterrutschte, war vom Gefälle her eher für gute Skifahrer geeignet als zum Rallyefahren, Co Christian musste seinen Piloten übers Feld lotsen, ein Streckenposten musste dann helfen die Absperrung der Viehweide zu entfernern und die Besatzung konnte nach mehreren Minuten Zeitverlust die Fahrt fortsetzen, lediglich mit einem kleinen Kratzer an der Fronststoßstange des 911ers. Härter kam es direkt nach der WP 7 leider für die Besatzung Gregori / Wagner, am Opel Kadett C quittierte die Wasserpumpe ihren Dienst, was leider das aus für die beiden bedeutete. Da es auf der WP 8 zu einem Unfall kam mit großer Zeitverzögerung durften die Copiloten die letzten 500 Meter wegen Rückstau zur ZK zu Fuß bewältigen, etwas Sport soll ja gut tun, besonders wenn es wieder eine wie bereits oben erwähnte Steigung im Skihangformat ist. Doch auch dieser Rundkurs mit tausenden tobenden Fans war wieder ein Highlight dieser Historicrallye. Im Ziel wurden dann die 3 Teams nicht nur vom mitgereisten Fanclub, sondern auch von den Italienern begeistert empfangen. Für Bruno und Alexandra Thullen sprang am Ende der 87 Gesamtrang heraus, was gleichzeitig der 3. Klassenplatz in der Serienwagenklasse bedeutete!
Nobert Drexel und Christian Rössler belegten den 58. Gesamtrang. Für Werner Mayer und Andreas Schwalie wurde am Ende der 11. Gesamtrang notiert, was bei der sehr starken italienischen Konkurrenz ein sehr zufrieden stellendes Ergebnis war. Wobei sich alle 4 Teams einig waren: Das Resultat war zweitrangig, der Spaß und das Erlebnis war sagenhaft!

                                                                                                                     

Text: RRP

Fotos: GTF