Velorex

Ein Velorex ist ein dreirädriges Gefährt, dessen Produktion in der ehemaligen Tschechoslowakei stattfand. Der Weg zum Velorex dauerte allerdings einige Jahre. Zunächst hatten die Gebrüder Stransky bereits 1945 die Idee, einen Kleinwagen mit drei Rädern herzustellen. Der Zweisitzer mit einem Heckrad wurde zunächst in Parnik konstruiert und gebaut. Die Gebrüder Stransky gaben ihm den Namen Oskar.

Aus Kostenersparnisgründen wurden die Seitenwände des Oskar nicht mit Blech, sondern mit einem lederähnlichen Kunststoff bezogen. Der erste Oskar wurde drei Jahre lang, im Zeitraum von 1950 bis 1952, hergestellt. Er wurde bestückt mit einem Einzylinder-Zweitaktmotor mit 250 cm³ und 9 PS Leistung. Lediglich 36 Stück wurden hiervon produziert, wovon meist Invaliden in jener Zeit sehr profitierten. 1951 zog die Produktion nach Solnice um. Im Zeitraum 1952 bis 1954 wurde die zweite Auflage des Oskar hergestellt. Er unterschied sich insofern vom Vorgänger, als dass die Schnauze flacher wurde. Alles andere blieb gleich. Das Modell Nr. 3 bekam ein Fließheck und die Bezeichnung Oskar 54, da es in den Jahren 1954 und 1955 gebaut wurde.

Die Bezeichnung Velorex bekamen die Fahrzeuge erst im Jahre 1956. Von 1955 bis 1963 wurde der Velorex Oscar 16 – später Velorex 16/250 – produziert. Er hatte bereits 12 PS. Von 1963 bis 1964 wurde der Velorex 16/175 mit 175 cm³-Einzylinder-Zweitaktmotor mit 11,5 PS und von 1963 bis 1971 der Velorex 16/350 mit 350 cm³-Zweizylinder-Zweitaktmotor mit 16 PS hergestellt. Ab 1971 kam der Wechsel zu einem vierrädrigen Modell, dem Velorex 435-0. Aufgrund zu großer Konkurrenz in diesem Marktbereich wurde die Produktion schon nach 1380 Stück wieder eingestellt.

Insgesamt wurden die verschiedenen Modellvarianten in den Jahren 1950 bis 1973 hergestellt. Etwa 15.000 Stück wurden insgesamt gebaut, bevor die Produktion endgültig eingestellt wurde.