VW T1

Der VW T1 war das erste von Volkswagen entworfene Modell eines Busses und nach dem Käfer die zweite zur zivilen Nutzung entwickelte Baureihe des Konzerns.

Der auch Bulli genannte, von 1950 bis 1967 gefertigte VW T1 galt als das mobile Symbol des deutschen Wirtschaftswunders und war während seiner gesamten Bauzeit (1,8 Millionen Exemplare) der Marktführer unter den Kleintransportern. Nebenbei basierten die ersten Reisemobile aus jener Zeit auf dem VW T1.

Die geteilte Frontscheibe aus flachem Glas, die winzigen Heckleuchten sowie das übergroße VW-Emblem an der Vorderseite des VW T1 machten dieses Fahrzeug unverwechselbar, ja unvergesslich. Die zunächst nur in Taubenblau erhältliche Lackierung und die anfangs nicht vorhandene Heckklappe samt fehlender hinterer Stoßstange konnten, wie auch die bis 1960 beibehaltenen Winker (Vorgänger der Blinkanlage), die Erfolgsgeschichte des VW T1 nicht aufhalten.

Der aus dem Käfer stammende und für den VW T1 übernommene Boxermotor leistete satte 25 PS bei knapp 1,2 Litern Hubraum.
Der Antrieb erfolgte über die hintere Achse, wobei beide Achsen mit Trommelbremsen bestückt waren.
1954 bekam der VW T1 ein neues Antriebsaggregat, womit die Leistung auf 30 PS angehoben wurde. Zudem erhielt er den bis dato fehlenden hinteren Stoßfänger.
Im Jahre 1960 erhöhte sich die Motorleistung auf 34 PS bei einem mittlerweile vollsynchronisierten Getriebe, die Bordspannung betrug nach wie vor sechs Volt (erst 1967 wurde diese auf die heute üblichen zwölf Volt umgestellt). 1965 stieg dann, durch den Einsatz eines 1,5-Liter-Motors, die Leistung des VW T1 auf 44 PS an.

Den VW T1 gab es als Kastenwagen (wahlweise mit Hochdach), als Kombi und als Kleinbus mit sieben bis neun Plätzen. Ab 1951 stand ebenso ein Pritschenwagen (auch mit vergrößerter Pritsche in Holzbauweise) zur Verfügung.

Das neunsitzige Sondermodell namens “Sambia“ verfügte über verchromte Radkappen, ein poliertes VW-Emblem, eine zweifarbige Lackierung samt Chromleisten sowie ein Röhrenradio und ein Faltschiebedach.

“Westfalia“ bezeichnete die ab 1950 dank einer Campingbox zum Campingbus mit vielen Sonderausstattungen versehene Version des VW T1.

Durch die 1955 zur “Eisenbahn-Draisine“ umgewandelte Bauweise eroberte der siebensitzige VW T1 im Einsatz für die Deutsche Bundesbahn neben der Straße ebenso die Gleise.