Walter Röhrl setzt in der Eifel auf Michelin

Heißer Herbst in der kühlen Eifel: Mit der Traditions-Rallye Köln-Ahrweiler steht am kommenden Wochenende einer der absoluten Höhepunkte der Youngtimer-Saison bevor. Fans und Aktive fiebern nicht nur dem Auftritt von vierrädrigen Legenden wie Ford Escort Mk1 und Mk2, BMW 2002 oder Opel Ascona A entgegen, sondern vor allem den Driftkünsten des in jeder Hinsicht größten Aushängeschilds des deutschen Rallyesports: Walter Röhrl. Der zweifache Weltmeister startet bei dem Klassiker rund um den Nürburgring mit einem Michelin-bereiften Porsche 911 ST von 1971. Favorit Röhrl und zahlreiche andere Teilnehmer erhalten von dem französischen Reifenhersteller Pneus des klassischen Typs Michelin TB 15 Course, der als Intermediate für die voraussichtlich leicht feuchten Wertungsprüfungen wie geschaffen ist.
Ob auf der legendären Nordschleife des Nürburgrings, den rutschigen Waldwegen und schnellen Bundesstraßen in der Eifel oder den atemlosen Weinbergprüfungen an der Ahr – die rund 90 Teilnehmer der 11. historischen Rallye Köln-Ahrweiler erwartet ein ebenso abwechslungsreiches wie herausforderndes Programm. Zudem könnte der erwartete leichte Niederschlag oder sogar ein Wintereinbruch zusätzlich für Nervenkitzel sorgen. Die Wettervorhersage jedoch prophezeit derzeit noch trockene, wenn auch kalte Eifel-Witterung… Rutschige Verhältnisse aber haben den zweifache Rallye-Weltmeister und traditionellen Köln-Ahrweiler-Teilnehmer Walter Röhrl noch nie gebremst – im Gegenteil. Der Regensburger, 1994 und 1996 Gesamtsieger der Youngtimer-Rallye, fühlt sich bei gemischten wechselnden Bedingungen erst so richtig wohl – genau wie die an seinem Porsche 911 TS montierten Michelin TB 15 Course. Der als Intermediate konzipierte klassische Asphalt-Reifen zählte in den 70er und 80er Jahren zu den beliebtesten Rallye-Pneus weltweit. Seine Neuauflage stellt für viele Youngtimer-Piloten die ideale Allround-Wahl dar. "Der TB 15 ist der am vielseitigsten einsetzbare Pneu in der Rallye-Reifen-Palette. Er vereint die Qualitäten eines Rennreifens auf trockenen Fahrbahnen mit exzellentem Grip auf feuchter Strecke und außergewöhnlichem Fahrverhalten bei Nässe. Als Rallye-Reifen erfüllt er alle Anforderungen der entsprechenden Sportbehörden und ist selbstverständlich auch für den Straßenverkehr zugelassen", erklärt Günter Schlag, der den Pneu deutschlandweit exklusiv vertreibt. "Zudem gibt es in den breiten 15- und 13-Zoll Größen kaum vergleichbare Reifen für die Rallye-Autos dieser Epoche." Mit seinem historischen Renndienst hält Michelin-Partner Günter Schlag auf der Rallye Köln-Ahrweiler zum Einen den Standard-TB 15 bereit, der im Trockenen annähernd so gut funktioniert wie ein Rennslick und sich auf leicht feuchtem oder abtrocknendem Asphalt voll in seinem Element fühlt. Für stärkeren Niederschlag bietet Schlag zudem die nachgeschnittene Option an, so dass Michelin-Piloten in der Eifel für jede Witterung gerüstet sind – von der kaum wahrscheinlichen geschlossenen Schneedecke einmal abgesehen. Zahlreiche prominente Starter setzen auf Rallye-Pneus von Michelin Neben Walter Röhrl, dem Champion von 1980 und 1982, vertraut auch Ex-Ford-Werksfahrer Stefan Schlesack – Köln-Ahrweiler-Gewinner von 1998, mehrfacher Laufsieger in der Deutschen Rallye-Meisterschaft und ehemaliger deutscher Gruppe N-Meister – mit seinem Ford Escort RS 2000 auf Michelin. Aber auch weit leistungsstärkere Fahrzeuge gehen mit der stilechten TB 15-Bereifung auf die 320 Kilometer lange Strecke. Die Teams Christopher Stahl/Gerd Ottenburger auf Chevrolet Corvette und Michael Stoschek/Fred Berßen auf Porsche Carrera RSR fahren ebenso Michelin wie die finnische Opel Ascona A-Besatzung Erkki Granlund/Hannu Vuori oder der ehemalige belgische Rallye-Vizemeister Rainer Hermann, der gemeinsam mit Copilot Gabriel Hüweler einen ehemaligen Werks-Opel Manta 400 einsetzt, der von Guy Coulsol vorbereitet wurde. Insgesamt vertrauen rund 15 Teilnehmer von Deutschlands wichtigster Youngtimer-Rallye auf Pneus des französischen Herstellers. Außer dem Start von Rallye-Legende Röhrl und den faszinierenden Renn- und Rallye-Klassikern bietet die Rallye Köln-Ahrweiler weitere Reminiszenzen an die 2gute alte" Zeit des Rallyesports: Die Fahrer müssen die 140 Wertungsprüfungs-Kilometer und 180 Kilometer Verbindungsetappe ohne festgelegten Service bewältigen. Das heißt, dass die Zahl der Reifenwechsel nicht limitiert ist, viele Teams aber auch mit nur einem Satz Pneus die gesamte Traditionsrallye bestreiten werden. Anders als in der modernen Rallye-Szene müssen Piloten und Beifahrer auch auf das Abfahren der bis zum Start geheim gehaltenen Streckenführung verzichten und starten ohne Notizen zu Kurvenradien oder Schaltpunkten im "Gebetbuch". Hintergrund: Bis Ende der 70er Jahre wurden selbst WM-Läufe wie die britische RAC-Rallye ohne Training und eigenen Aufschrieb gefahren. Direkt aus der aktuellen WM-Szene entliehen ist dagegen das Sicherheitskonzept und die Zuschauerführung der Rallye – und dies, ohne dass die Nähe der Fans zu den Aktiven eingeschränkt wird. Denn auch die Zuschauernähe bei der Köln-Ahrweiler soll an die goldenen Zeiten des Rallyesports erinnern. Zeitplan, Starterliste, Zuschauerpunkte und viele weitere Infos rund um die Rallye Köln-Ahrweiler sind auf der offiziellen Rallye-Homepage unter www.r-k-a.de zu finden. Statistisches Rallye Köln-Ahrweiler, 12. bis 14. November 2004); Gesamtlänge ca. 320 Kilometer, davon 13 Wertungsprüfungen über ca. 140 Kilometer; 99 % Asphalt, 1 % Schotter; Start und Ziel: Mayschoß. Zugelassen: Fahrzeuge gemäß Youngtimer-Reglement des ADAC Nordrhein mit Homologationsdatum bis 31.12.1988 sowie historische Tourenwagen und GT der Baujahre 1962 bis 1981 (gem. Anhang K zum ISG). Quelle: Michelin     

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.