Wolga

Das ehemals sowjetische und jetzt russische Gorkier Automobilwerk (GAZ) produzierte die Marke Wolga ab dem Jahre 1932 im Werk in der Stadt Nischni Nowgorod.

Der Weg bis zum eigentlichen Modell Wolga nahm einige Jahre der Entwicklung in Anspruch. Zuerst wurde ein Modell mit der Bezeichnung GAZ A gefertigt, dem ein GAZ M-20 Pobeda folgte, welcher als direkter Vorgänger des Wolga ab 1946 in Serienproduktion ging. Erst 1956 löste der GAZ M-21 Wolga den Pobeda ab. Dieser wurde bis in das Jahr 1968 hinein produziert. Beim M-21 handelte es sich um eine Stufenheckvariante. Parallel war als weitere Karosserieform ein Kombi mit der Bezeichnung M-22 erhältlich. In der ehemaligen UDSSR zählte der Wolga zwar nicht zu den Nobelkarossen, aber durchaus zu den Oberklassewagen.

1968 löste der GAZ-24 Wolga den Vorgänger ab. Rein äußerlich waren deutliche Gemeinsamkeiten mit der amerikanischen Bauweise dieser Zeit erkennbar. Auch hiervon gab es ein Kombimodell, welches die Bezeichnung 2402 trug. Bis zum Jahr 1992 wurde diese Baureihe hergestellt.

Der Zerfall der Staatengemeinschaft UDSSR brachte auch das GAZ in finanzielle Schwierigkeiten, da die angesprochene Abnehmergruppe größtenteils wegfiel. Mehrere Baureihen, insbesondere die GAZ-31 Wolga, die GAZ 3105 und die GAZ 3111, brachten nicht die Erfolge mit sich, die auf dem nationalen und internationalen Markt notwendig gewesen wären. Nicht einmal der Kooperationsversuch mit Chrysler im Jahre 2008, basierend auf dem Chrysler Sebring, brachte den dringend erforderlichen Erfolg. Daher wurde die Herstellung von Automobilen der Marke Wolga im Jahre 2010 eingestellt. Eine Wiederbelebung der Marke Wolga in naher Zukunft ist nicht in Sicht.